Veranstaltungsreihe »Teilhabe durch Teilgabe«

Kulturelle Teilhabe zu ermöglichen heißt, auch über Teilgabe nachzudenken: Welcher Mitgestaltung mehr Raum geben? Welche Ressourcen teilen, womit Powersharing beginnen? Wie kann man sich dem Ziel, Diversität zu stärken, von unterschiedlichen Richtungen aus nähern? Wo anfangen, wie weitermachen? Die Veranstaltungsreihe »Teilhabe durch Teilgabe« widmet sich diesen Fragen und zeigt unterschiedliche Perspektiven dazu auf.

 

Wir stellen Ihnen engagierte Menschen aus Kunst und Kultur mit Haltung und Methodik aus verschiedenen Sparten vor. Lernen Sie sie kennen, kommen Sie in kollegialen Austausch.

Mit positiven und praxisorientierten Impulsen unterstützt das Zentrum für Kulturelle Teilhabe Baden-Württemberg (ZfKT) Sie in Ihrer Arbeit und fördert Veränderungsprozesse.

Zur Veranstaltungsreihe

  • Die Veranstaltungsreihe richtet sich an Kunst- und Kulturakteur*innen aus Baden-Württemberg.
  • Die Veranstaltungen können unabhängig voneinander digital besucht werden.
  • Sie finden online über Zoom statt.
  • Die Teilnehmendenzahl ist begrenzt, abhängig vom Format. Daher bitten wir jeweils um Anmeldung über das Online-Formular.
  • Wir bemühen uns um eine möglichst barrierearme Veranstaltungsreihe. Sprechen Sie uns bitte an, sollte es Bedarf an Gebärdendolmetschen o. Ä. geben.

#3 (Musik-)Vermittlung und Haltung. Vorstellung und Reflexion von Community Music

Donnerstag, 10.03.2022, 16:00 – 17:30 Uhr

mit Johannes Gaudet

Workshop mit begrenzter Teilnehmer*innenzahl

 

Der Ansatz Community Music widmet sich neben dem musikalischen Ausdruck auch den sozialen Prozessen des gemeinschaftlichen Musizierens. Diese wird als eine ästhetische und sozial inklusive Praxis verstanden.

Der Workshop lädt dazu ein, in zwei Phasen zu arbeiten: Zunächst sollen die Grundprinzipien und Herangehensweise von Community Music vorgestellt und ihre Anwendbarkeit als Evaluierungsinstrument eigener Vermittlungsarbeit erläutert werden. Beispiele zur Evaluierung können neben denen des Referenten auch von Teilnehmenden eingebracht werden. In der zweiten Phase tritt der Referent Johannes Gaudet in einen Dialog mit den Kolleg*innen des Zentrums für Kulturelle Teilhabe und leitet über in eine gemeinsame Reflexion und Diskussion mit den Teilnehmenden.

Über den Referenten

Zu sehen ist ein Portrait von Johannes Gaudet.

Johannes Gaudet arbeitete längere Zeit als Gymnasiallehrer sowie als Dramaturg, Musiktheaterpädagoge und Projektleiter für das Nationaltheater Mannheim und das Staatstheater Mainz. Zudem war er in musikvermittelnden und dramaturgischen Funktionen sowie als Regisseur und musikalischer Leiter u. a. für die Schauburg München, die Oper Dortmund, das Theater Freiburg und die Ensemble Modern Akademie aktiv. Nach seinen Dozententätigkeiten an der Bundesakademie für musikalische Jugendbildung Trossingen arbeitet er seit Dezember 2021 für die Vernetzung sowie den Auf- und Ausbau musikalischer Weiterbildungsangebote an den Musikhochschulen Baden-Württembergs.

#2 Diversity durch Dialog

Donnerstag, 20.01.2022, 16:00 – 18:00 Uhr

mit Handan Kaymak

Workshop mit begrenzter Teilnehmer*innenzahl

 

Eine grundlegende Voraussetzung zur Umsetzung und Gestaltung von Diversity-Standards ist das Verständnis füreinander. Die »Dialogische Haltung« stellt die einzigartige Existenz eines jeden Menschen in den Mittelpunkt und bietet dadurch eine besondere Möglichkeit der Begegnung und des Hinhörens. Sie betont nicht nur die Unterschiedlichkeit, sondern schafft die Möglichkeit voneinander zu erfahren und Bedürfnisse zu äußern, die der gemeinsamen Umsetzung von Vielfalt dienen. Durch die Anwendung »Dialogischer Prinzipien« kann jede*r ermutigt werden, Vertrauen in die eigene Urteilsfähigkeit und das Gespür für einen gemeinsamen Prozess zu finden. Das macht die Kulturarbeit diverser und motiviert unterschiedliche Akteur*innen sich an der Gestaltung zu beteiligen. Diejenigen, die sich auf den Dialog einlassen, erfahren Wertschätzung und Anerkennung, sie erleben, was es heißt, gehört zu werden und sich Gehör zu verschaffen. Der Dialog ist eine Form, die eigene Achtsamkeit (wieder) zu entdecken und zu verfeinern. Das Anwenden der »Dialogischen Prinzipien« angelehnt an Martin Buber bietet dabei eine einzigartige Möglichkeit in Beziehung zu treten und die Diversity-Perspektiven machtkritisch, empowernd und gemeinsam nachhaltig zu verändern. Ziel ist die Entwicklung einer dialogischen Präsenz um Diversität für alle spürbar zu gestalten.

Über die Referentin

Zu sehen ist ein Portrait von Handan Kaymak.

Handan Kaymak ist Prozessbegleiterin und Beraterin in der diversitätsorientierten Organisationsentwicklung und Mediatorin.

Sie begleitet Organisationen beim Aufspüren und Aufzeigen von Benachteiligungsstrukturen, die unter anderem Zugänge für Menschen verhindern, erschweren oder diese erst gar nicht als Personengruppe sichtbar werden lassen.

Das Hinweisen auf etablierte Strukturen, die verhindern, dass Menschen sich nicht in ihrem Umfeld entfalten können, werden besprechbar aufgegriffen. Es soll nicht beim Aufzeigen bleiben, daher entwickelt Handan Kaymak gemeinsam mit den Teilnehmer*innen neue diversitätsgerechte Handlungs- und Kommunikationskonzepte.

Diese bieten Organisationen eine Orientierung, um sich in der Neuausrichtung im Umgang mit Vielfältigkeit zurecht zu finden und langfristige diversitätsgerechte Konzepte zu entwickeln.

Was Handan Kaymak auszeichnet ist ihre über 20jährige Erfahrung in der Prozessbegleitung, Diversity Beratung, Mediation und der Durchführung von Diversity-Seminaren.

#1 Digitale Partizipation und sprechende Objekte: Ping! Die Museumsapp

Donnerstag, 09.12.2021, 10:00 – 12:00 Uhr

mit Christiane Lindner und Silke Hockmann, Badisches Landesmuseum Karlsruhe

Workshop mit begrenzter Teilnehmer*innenzahl

 

»Ping! Die Museumsapp« bietet spielerisch-emotionale Zugänge zur Sammlung des Badischen Landesmuseums. Mit der bekannten Tindermechanik können Objekte nach Interessen ausgewählt werden, man kann mit ihnen chatten und sie im Museum besuchen. Wie sich die Gespräche entwickeln, hängt von den Entscheidungen der Nutzer*innen ab. Die Inhalte der App wurden gemeinsam mit Museumskolleg*innen und Bürger*innen entwickelt.

Der Workshop gibt einen Einblick in die Entwicklung von »Ping!« und die partizipative Inhaltsentserarbeitung. Im Anschluss wird der erste Schritt der Inhaltsentwicklung mit der Persona-Methode gemeinsam ausprobiert.

Mehr zu »Ping!« gibt es hier: https://www.landesmuseum.de/ping

Über die Referentinnen

Zu sehen ist ein Portrait von Christiane Lindner.

Christiane Lindner ist Digital Catalyst am Badischen Landesmuseum. Als Projektleiterin von »Creative Collections« und »museum x.o« ist sie für die Entwicklung digitaler Tools zur Partizipation verantwortlich. Sie studierte Neue Museologie in Amsterdam und war zuvor als Community Curator und Change Managerin in Museen in Wien, London und Berlin tätig. Ihre Arbeitsschwerpunkte sind partizipative Strategien, Veränderungsprozesse und die nutzerorientierte Öffnung von Museen.

Zu sehen ist ein Portrait von Silke Hockmann.

Silke Hockmann ist Use Case Managerin der digitalen Museumsplattform »museum x.o« und verantwortlich für die Gegenwartsbezüge des Ausstellungsprojekts »Attische Demokratie«. Sie studierte Klassische Archäologie in Münster, Tübingen und Rom und sammelte Museumserfahrung in Münster und Karlsruhe.

Das Zentrum für Kulturelle Teilhabe Baden-Württemberg (ZfKT) wird vom Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg finanziert und vom Landesmuseum Württemberg organisatorisch unterstützt.

Zu sehen ist das Logo des Ministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kunst (kurz MWK).
Zu sehen ist das Logo des Landesmuseum Württemberg (kurz LMW).