unser Programm Wirkt! Kultur in Gesellschaft basiert auf einem Gedanken: Kunst- und Kultureinrichtungen sind die „Infrastruktur der Empathie“ unserer Gesellschaft (Dominika Kasprowicz, Villa Decius). Die Wirkt!-Longlist finden Sie schon seit einer Weile auf unserer Webseite. Heute stellen wir Ihnen die lang erwartete Shortlist vor: Die 12 Projekte, die unsere Fachjury besonders überzeugt haben, die besondere Beispiele wirkungsvoller Arbeit sind. Herzlichen Glückwunsch den in diesen Projekten beteiligten Kolleg*innen!
Wenn Sie Ihre Kultureinrichtung, Ihren Verein, Ihre Initiative zukunftsorientiert weiterentwickeln wollen, können wir Ihnen dazu zweierlei anbieten: Das HOW TO: In die Transformation führen ist ein praktischer Leitfaden, wie es gehen kann und was dazu nötig ist. Und eine Förderung in unserem Programm »Weiterkommen!«, auf die Sie sich noch bis zum 30.09. bewerben können.
Auch am ZfKT gibt es derzeit Transformation. Mit dem Abschied unserer Gründungsleiterin Dr. Birte Werner wird sich Vieles ändern – nicht aber, dass wir Sie stets auf dem Weg zu mehr Kultureller Teilhabe für alle Menschen in Baden-Württemberg begleiten und unterstützen wollen!
Daher haben wir auch diesmal wieder zahlreiche Hinweise und Nachrichten aus Kunst und Kultur zusammengetragen und wünschen Ihnen bei der Lektüre viel Freude.
Mit herzlichem Gruß,
Ihr Team des Zentrums für Kulturelle Teilhabe
Im Juni-Newsletter haben wir Ihnen die Longlist von 67 Projekten vorgestellt, die in Baden-Württemberg besonders überzeugend verkörpern, wie Kunst und Kultur in die Gesellschaft hinein wirken können.
Einige darunter sind aus Sicht unserer Fachjury besonders geeignet, um sich an ihnen zu orientieren – als Good Practice, als Vorbild oder Inspiration. Diese 12 Kultureinrichtungen und -vereine bilden mit ihren Projekten beziehungsweise mit ihrer Arbeit insgesamt unsere Shortlist:
Diese Einrichtungen erhalten eine finanzielle Förderung zur Unterstützung ihrer weiteren Arbeit. Am 10.03.2027 präsentieren sie sich außerdem im Rahmen eines Fachtags der Öffentlichkeit – mehr dazu siehe unten.
Wir gratulieren allen auf der Shortlist von Herzen – machen Sie weiter mit Ihrer wunderbaren Arbeit!
Mehr darüber, was „Wirkt!“, erfahren Sie auf unserer Webseite und auf Instagram unter @wirkt.2026.
Die dritte Ausgabe unserer Leitfadenreihe HOW TO ist da und beantwortet Ihre Fragen: Wie geht das – in die Transformation führen?
Das HOW TO gibt Ihnen konkrete Handlungsanleitungen, Beispiele aus der Praxis an vier Kultureinrichtungen in Baden-Württemberg und viele Tipps und Tricks an die Hand, wie man den Prozess in Gang bringen und am Laufen halten kann.
Das „HOW TO: In die Transformation führen“ finden sie hier auf unserer Webseite.
Wenn Sie den Leitfaden lieber in Papierform in die Hand nehmen und sich darin Notizen machen würden, sprechen Sie uns an – wir schicken Ihnen gern ein gedrucktes Exemplar.
Bei der Lektüre wünschen wir Ihnen viel Freude und zahlreiche inspirierende Momente!
Vor Kurzem hat Dr. Birte Werner sich bereits persönlich von Ihnen verabschiedet. Unsere Gründungsleiterin verlässt das ZfKT, nachdem sie es vor fünf Jahren auf seinen Weg gebracht und es zu einem anerkannten Akteur und Impulsgeber für Kunst und Kultur in Baden-Württemberg gemacht hat.
Die Nachfolge von Dr. Birte Werner ist jetzt ausgeschrieben. Bewerbungen können bis 04.10.2026 über das Stellenportal des Landesmuseums Württemberg hier eingereicht werden.
Für Rückfragen steht Ihnen Frau Dr. Kaiser, Referatsleiterin im Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst (0711/279-3097) zur Verfügung.
Die Vertretung der Leitung übernimmt Frau Josefine Jochum, die ab 01.12.2026 auch die kommissarische Leitung übernehmen wird.
Am 15.09.2026 durften wir Efim Kurdiukov bei uns begrüßen, der im Rahmen seines Studiums bis Ende November ein Praktikum bei uns absolvieren wird.
Hier stellt Efim sich selbst kurz vor:
„Von Kindheit an bin ich mit „Кыдзи олан-вылан?“ („Wie geht’s?“ auf Komi) und „хорошо“ („Gut“ auf Russisch) aufgewachsen. Auf meinem Lebensweg bin ich dann verschiedenen Sprachen und Kulturen begegnet, die meinen Sprachschatz um ganz besondere Formulierungen bereichert haben: „a weng“, „tja“, „vidimo se“ und viele weitere. Vielfalt ist für mich daher nichts Neues, sie begleitet mich schon mein ganzes Leben.
In Deutschland habe ich erlebt, wie Vielfalt und Mehrsprachigkeit gefördert und weiterentwickelt werden. Das hat mich neugierig gemacht und war ein Grund, warum ich mich für mein Praktikum beim ZfKT entschieden habe, um mehr über Diversity Managment und Audit Tätigkeiten zu lernen, insbesondere im Kulturbereich.
In Zukunft würde ich gerne im Bereich Diversity Management tätig sein, weil ich selbst erlebt habe und erlebe, wie der Austausch mit verschiedenen Kulturen eine Gesellschaft kreativer, vielfältiger, freundlicher und offener machen kann.“
Willkommen im Team, lieber Efim, wir freuen uns auf die Zusammenarbeit!
Neue Publikation:
Ebru Tepecik (2026): Das Diversity Audit Kunst & Kultur. Kulturförderung für zukunftsfähige Kulturarbeit. Kulturmanagement.net.
Diversitätsgerechte Öffnung ist eine ganzheitliche Transformationsaufgabe, die die Gestaltung von Vielfalt als Schlüsselkompetenz begreift und dadurch die Zukunftsfähigkeit von Kulturinstitutionen unterstützt. Das Zentrum für Kulturelle Teilhabe Baden-Württemberg unterstützt diesen Prozess mit dem Diversity Audit Kunst & Kultur.
Im nun vorliegenden Beitrag für kulturmanagement.net stellt Dr. Ebru Tepecik das Programm vor, das sie selbst entwickelt hat und betreut.
Unser größtes Förderprogramm »Weiterkommen!« ist zum siebten Mal ausgeschrieben. Wir freuen uns, Ihnen damit in Baden-Württemberg ein zuverlässiger Partner sein zu können. Mit »Weiterkommen!« möchten wir Sie unterstützen, Ihre Antworten auf aktuelle Entwicklungen und Ihre Bedarfe zu finden. Wir laden Sie ein, weiterzukommen und Teilhabe an Kunst und Kultur langfristig voranzubringen!
»Weiterkommen!« kann auf Fragen – nach strukturellen Veränderungen, nach Kompetenzaufbau in Ihrer Organisation, nach Stärkung von Partnerschaften, nach Formatentwicklungen – die passende Antwort sein. Deshalb stellt das Programm Ihnen die Frage: Mit welchem Vorhaben zur Kulturellen Bildung, Teilhabe und Vermittlung wollen Sie weiterkommen?
Auf Ihre Ansätze und Ideen freuen wir uns sehr! Alle Informationen zur Ausschreibung finden Sie hier auf unserer Webseite. Tipp: Am 02.07. und 20.07. gibt es jeweils einen Onlinetermin zur Beratung, bei dem wir Ihnen gern alle Fragen zu Ihrer Bewerbung beantworten.
10.03.2027 | Tollhaus, Karlsruhe
Am 10.03.2027 laden wir Sie herzlich ein, mit uns im Karlsruher Tollhaus die 12 Wirkt!-Projekte zu erleben, die unsere Wirkt!-Fachjury auf unsere Shortlist gewählt hat: als Good Practice, als Vorbild oder Inspiration, wie Kultur in Gesellschaft wirken kann.
Alle Teilnehmenden sind aufgefordert, ihre Stimme abzugeben: Welche 3 dieser 12 haben Sie besonders abgeholt? Wer soll eine Sonderförderung erhalten?
Freuen Sie sich außerdem auf Keynotes von (und ein SWR Kultur Forum mit) ausgewählten Expert*innen zur gesellschaftlichen Wirkung von Kunst und Kultur, auf ein musikalisches Rahmenprogramm, auf gutes Essen und noch bessere Gesellschaft!
Weitere Informationen zum Fachtag und die Möglichkeit zur Anmeldung veröffentlichen wir in Kürze.
Fachgespräch
12.10.2026, 14:00-20:00 Uhr
Landeszentrale für politische Bildung Baden-Württemberg, Stuttgart
Auf wessen Seite steht ihr im Nahost-Konflikt? Warum erklärt ihr euch nicht solidarisch mit der Bevölkerung im Iran? Wieso zeigt ihr Kunstwerke oder Theaterstücke, die (heute) als sexistisch, rassistisch oder homophob gelten? Wen ladet ihr ein – und wen ladet ihr vorsichtshalber wieder aus, weil der nächste Shitstorm droht? Und: Wie divers seid ihr wirklich?
Zu politischen Fragen wie diesen müssen sich Kulturinstitutionen heute immer öfter bzw. anders verhalten als früher. Oder müssen sie das gar nicht?
Anhand von Beispielen aus unterschiedlichen Kultursparten (Theater, Museum, Literatur-betrieb, Soziokultur usw.) fragt der Fachtag, welche Erwartungen zum politischen Bekenntnis an die Institutionen herangetragen werden, wie sie darauf reagieren können und welche Rolle sie als Orte öffentlicher Debatte und politischer Bildung spielen können.
Die Teilnahme ist kostenfrei, eine Anmeldung ist erforderlich unter anmeldung@lpb.bwl.de.
22.10.2026, 14.00-14.44 Uhr | Online
Am Mikrofon:
Am Mikrofon: Mustafa Akça
Die Gesprächsreihe Am Mikrofon möchte Raum geben für diverse Perspektiven. Es geht um zuhören, gehört werden und sich einlassen auf diverse Blickwinkel und Erfahrungsräume. Das Ziel ist, engagierten Menschen aus diversen Communities Gehör zu verleihen und diese sichtbar zu machen. Genauso ist der Raum da für Akteur*innen, die bereits Gehör finden und/oder good-practice Erfahrungen haben, ihre Perspektiven einzubringen. Die Gesprächsreihe wird moderiert von Ebru Tepecik.
Freuen Sie sich am 22.10. auf ein Gespräch mit Mustafa Akça, Leiter des interkulturellen Projekts »Selam Opera!« und Mitarbeiter der Dramaturgie an der Komischen Oper Berlin.
Mustafa Akça, geboren in Berlin-Kreuzberg, ist ausgebildeter Handwerker, Schauspieler und Moderator. Als Quartiersmanager initiierte er zwischen 2004 und 2011 interkulturelle und generationenübergreifende soziokulturelle Projekte in verschiedenen Bezirken Berlins. Seit 2011 leitet er das urbane Programm »Selam Opera« an der Komischen Oper Berlin.
»Selam Opera« bringt das Opernerlebnis in die Stadtgesellschaft. Egal ob Hinterhöfe, Waschsalons oder ein Boxclub: überall, wo ein kleines Ensemble Platz findet, kann auch Oper gespielt werden. Mit dem Programm »Selam Opera« von Mustafa Akça bringt die Komische Oper Berlin Opernatmosphäre in die Kieze der Hauptstadt und macht Musiktheater unglaublich nahbar.
Wir bitten um Anmeldung; diese und weitere Informationen finden Sie hier.
Alle Newsletter können Sie in unserem Archiv als PDF finden. Einfach runterladen und in aller Ruhe durchschauen.