Stadtmuseum Tübingen

Am Stadtmuseum Tübingen wird Stadtgeschichte spielerisch erfahrbar: Besuchende erleben die unterschiedlichen Perspektiven von Betroffenen des Nationalsozialismus und der Kolonialgeschichte und setzen sich interaktiv in der gamifizierten Ausstellung damit auseinander.
„Tübinger Stadtgeschichte – neu erzählt“

Wer?

Stadtmuseum Tübingen

Wo?

Tübingen, Kornhaus

Wie groß?

11-30

Thema?

Erinnern und Erneuern

Förderung - Stadt Tübingen
- Kulturstiftung des Bundes
- Innovationsfonds Baden-Württemberg
- Medien- und Filmgesellschaft BW

Was noch?

https://www.instagram.com/stadtmuseum.tuebingen/

 

Darum geht es hier:

Reflexion und Erleben

Reflexion über die eigenen Werte und die eigene Gegenwart und Erfahrungswelt anstoßen: Das ist das Ziel der neuen Dauerausstellung am Stadtmuseum. 

Tübinger Stadtgeschichte wird hier nicht nur „neu erzählt“, das Haus gestaltet seine Ausstellungsräume interaktiv und spielerisch neu.

Ein wichtiges Merkmal des Ausstellungskonzepts ist die Mischung verschiedener Medien und der weitgehende Verzicht auf belehrenden Text: Audio, Video, Serious Game („ernsthaftes Spiel“), interaktive Objekte und Touchscreens.

Dadurch entsteht ein direktes Erleben anstatt eines abstrakten Lesens.

Anfassen und...

Beispiel „Room of Memories“:

Die Besuchenden betreten als kleine Gruppe einen Raum. Dort sind sie eingeladen, alles anzufassen und sich mit jedem Objekt auseinanderzusetzen. In einem Serious Game lösen sie Aufgaben – und müssen dafür miteinander ins Gespräch kommen. Im „Room of Memories“ ist die NS-Zeit thematisiert, im Mittelpunkt steht die Frage: „Wie hätte ich mich verhalten?“

...Auseinandersetzen

Beispiel „Tübingen Global“:

Hier geht es um die (post-)koloniale Geschichte Tübingens. In dieser äußerlich klassisch aufbereiteten Ausstellung von Original-Objekten in Vitrinen bringen Audio- und Videobotschaften unterschiedliche Perspektiven ins Spiel, in denen die Verstrickung der Stadt Tübingen mit dem Globalen Süden sich erschließen lässt.

Das lässt sich aus dem Projekt lernen:

  • Es lohnt sich, intensive Arbeit in eine publikumsnahe und leicht verständliche Vermittlung zu investieren.
     
  • Eine smarte Gamification ist zentral: Spielelemente, die Spaß machen und Inhalte effektiv und nachhaltig vermitteln.
     
  • Der Fokus liegt auf einem Medienmix: Digitale Techniken werden primär dort eingesetzt, wo sie das analoge Erlebnis stärken und optimieren.

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