Stuttgarter Kammerorchester e.V.

Orchester trifft Fußball-Ultras, Fangesänge treffen Vivaldi: Das ist „Klassik trifft Kurve“. Das gemeinsame Konzert von Stuttgarter Kammerorchester und VfB-Fanchor reißt Schranken zwischen Kulturen ein, um emotionale Stadionatmosphäre in den Konzertsaal zu bringen.
„Klassik trifft Kurve – Fankonzert 2026“

Wer?

Stuttgarter Kammerorchester e.V.
Wer noch?

- VfB Stuttgart
- VfB Stiftung
- Commando Cannstatt

Wo?

Stuttgart

Wie groß?

11 bis 30

Thema?

Welten verbinden
Förderung
  • Berthold Leibinger Stiftung
  • Wolfgang Carl Friedrich Grosse & Renate Elly Wald-Stiftung   
  • Allianz
Was noch?

https://www.instagram.com/sko.stuttgart/

https://www.instagram.com/vfb

Darum geht es hier:

Das Projekt hatte von Anfang an ein musikalisches Ziel: Fangesänge gemeinsam mit klassischer Musik und in einem Konzertsaal erlebbar zu machen – und das Ganze an den typischen Ablauf eines Heimspiels im Stadion anzulehnen. Auf der Bühne wie im Saal sollten sich so Menschen begegnen, die sonst kaum denselben Raum teilen. Gemeinsam schufen sie damit etwas, das keiner von ihnen allein hätte schaffen können.

Um ein solches Konzert zu realisieren, arbeitete das Stuttgarter Kammerorchester (SKO) mit dem VfB Stuttgart zusammen, mit der VfB Stiftung und dem Commando Cannstatt, der größten organisierten Fanvereinigung des VfB.

Gemeinsam entwickelten sie eine Dramaturgie, in der Fangesänge und klassische Musik gleichberechtigt zueinander fanden, von „Stuttgart kommt“ und „Für immer VfB“ zu Dvořák, Grieg und Vivaldi, aber auch zu Händels Hymne „Zadok the Priest“, die heute als Champions-League-Hymne eingesetzt wird.

Das Publikum war Teil der Aufführung, bei der das Commando Cannstatt als Impulsgeber fungierte, den Saal aktivierte und eine kollektive Aufführungssituation herstellte, die die Dynamik der Stadionkultur in den Konzertsaal übertrug.

Das Projekt brachte Akteur*innen zusammen, die sonst getrennt sind, öffnete kulturelle Räume, schuf neue Formen des gesellschaftlichen Miteinanders, baute Hemmschwellen ab.

Der tosende Applaus zeigte, wie die Trennung zwischen Bühne und Publikum aufgehoben wurde und die Anwesenden mit ihren unterschiedlichen Hintergründen sich vereint durch Emotion und Hingabe in der Musik als Einheit erlebten.

Das lässt sich aus dem Projekt lernen:

  • Neue künstlerische Formate entstehen dann, wenn unterschiedliche Perspektiven gleichberechtigt zusammengeführt und etablierte Grenzen bewusst überschritten werden.
     
  • Offenheit, Mut und die Bereitschaft zur Zusammenarbeit mit zunächst fachfremden Partnern sind zentrale Voraussetzungen für Innovation.

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