Nationaltheater Mannheim

Bei diesem Projekt am Nationaltheater Mannheim wird die Stadt selbst zum Ensemble: Menschen mit unterschiedlichen Lebensrealitäten entwickeln gemeinsam mit Künstler*innen neue Formen Kultureller Teilhabe zwischen Theater, Stadtraum und Gesellschaft.
„Mannheimer Stadtensemble: Ein Stadtlabor für künstlerische Teilhabe“

Wer?

Nationaltheater Mannheim

Wo?

Mannheim

Wie groß?

über 50

Thema?

Welten verbinden
Förderung - Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst BW, Innovationsfonds Kunst & Programm „Gesellschaftlicher Zusammenhalt“
- Wüstenrot Stiftung
- Karin-und Carl-Heinrich Esser Stiftung
- GBG Unternehmensgruppe
- ZfKT

Was noch?

- https://www.instagram.com/stadtensemble.ma/

- https://www.instagram.com/nationaltheater.mannheim.ntm

Darum geht es hier:

Das Mannheimer Stadtensemble arbeitet seit acht Jahren an der Schnittstelle von Theater, Stadtraum und Gesellschaft. Gemeinsam mit aktuell rund 40 Personen aus Mannheim und Umgebung entstehen performative, dokumentarische und ortsspezifische Projekte, die gesellschaftliche Themen aus unterschiedlichen Perspektiven sichtbar machen. Ausgangspunkt sind persönliche Erfahrungen, lokale Geschichten und Fragen des Zusammenlebens in einer vielfältigen Stadtgesellschaft.

Selbstermächtigung für die Beteiligten

Die künstlerischen Prozesse sind langfristig angelegt und basieren auf Austausch, Zuhören und gemeinsamer Recherche. Im Zentrum steht dabei die Idee der Selbstermächtigung.

Beteiligte bringen eigene biografischen Erfahrungen, unterschiedliche Sprachen und Sichtweisen ein und entwickeln zusammen mit Künstler*innen, Autor*innen und lokalen Initiativen neue Formen des Erzählens und Begegnens.

Daraus entstehen unter anderem Performances, Audioformate, Installationen oder Aktionen im öffentlichen Raum.

Besonders wichtig ist die Arbeit außerhalb klassischer Theaterstrukturen. Mit flexiblen Formaten wie einer mobilen Ausstellungsfläche auf einem umgebauten Ape-Fahrzeug oder dem Kiosk „Bei Maria“, schafft das Stadtensemble niedrigschwellige Orte für Gespräche, Beteiligung und gemeinsames künstlerisches Arbeiten mitten im Stadtraum. Der Kiosk fungiert dabei als offener Treffpunkt, an dem Menschen spontan zusammenkommen, Geschichten teilen und Kulturelle Teilhabe unmittelbar erleben können.

Das lässt sich aus dem Projekt lernen:

  • Kulturelle Teilhabe braucht Vertrauen, langfristige Beziehungen und kontinuierliche Zusammenarbeit statt kurzfristiger Projektlogiken.
     
  • Wenn Theater Alltagswissen und biografische Erfahrungen als künstlerische Ressource anerkennt, entstehen neue Perspektiven, und jüngere und diversere Publikumsgruppen werden angesprochen.
     
  • Öffnet Theater seine Arbeitsweisen, kann es zu einem gemeinsamen Raum für künstlerische Forschung, gesellschaftlichen Dialog und neue Formen Kultureller Teilhabe werden.
     

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