Museum der Alltagskultur – Schloss Waldenbuch

Mit Alltagsobjekten, die Erinnerungen hervorrufen, und gemeinsamen Gesprächen bringt „Museum vor Ort“ Senior*innen mit Demenz, Angehörige und das Museum zusammen. Das Projekt schafft Kulturelle Teilhabe, stärkt Nachbarschaft und verbindet unterschiedliche Lebenswelten.
„Museum vor Ort. Ein Begegnungsprojekt mit dem Senior*innenzentrum Haus an der Aich“

Wer?

Museum der Alltagskultur – Schloss Waldenbuch
Wer noch?

Pflegezentrum „Haus an der Aich“

Wo?

Waldenbuch

Wie groß?

11 bis 30

Thema?

Welten verbinden
Förderung

- Land Baden-Württemberg
- ZfKT
- Lechler-Stiftung
- Gesellschaft zur Förderung des Landesmuseums Württemberg e. V.

Was noch?

- https://www.museum-der-alltagskultur.de/museum/projekte

- https://www.instagram.com/alltagskultur_museum/

Darum geht es hier:

Das Begegnungsprojekt bringt Menschen mit unterschiedlichen Lebensrealitäten ins Gespräch: Menschen mit demenziellen Veränderungen, pflegende Angehörige, Pflegekräfte und Mitarbeitende des Museums begegnen sich in gemeinsamen Workshops auf Augenhöhe. Ziel ist es, Kulturelle Teilhabe für Menschen zu ermöglichen, die trotz räumlicher Nähe zum Museum oft nur eingeschränkt Zugang zu kulturellen Angeboten haben.

Seit Mitte 2024 finden regelmäßig Begegnungsformate im Pflegezentrum Haus an der Aich sowie im Museum der Alltagskultur statt. Ausgangspunkt der Workshops sind Alltagsobjekte aus einer eigens aufgebauten und kontinuierlich wachsenden, mobilen, didaktischen Sammlung, darunter etwa ein Haushaltsbuch, historisches Spielzeug oder auch ein Wanderstock.

Ergänzt durch multisensorische Erfahrungen wie Kaffeeduft oder Materialien zum Anfassen regen sie Gespräche und Erinnerungen an. Themen wie Haushalt, Körperpflege oder die Geschichte von Schloss Waldenbuch eröffnen biografische Anknüpfungen und Räume für den Austausch eigener Erfahrungen.

Bei den Begegnungen steht die Beziehungsarbeit im Mittelpunkt; das Tempo und Gesprächsanteile orientieren sich an den Bedürfnissen der Gruppe. Durch die regelmäßigen Begegnungen entstehen Vertrauen, soziale Nähe und neue Perspektiven auf das Museum als einen offenen Ort.

Begleitend wurden interaktive Stationen mit Informationen zum Projekt, Zitaten aus den Workshops und sinnlich erfahrbaren Objekten im Museum und im Pflegezentrum entwickelt, die das Projekt sichtbar machen und dazu einladen.

Mit „Kontaktzone Museum“ entsteht auf Basis der Erfahrungen ein Folgeprojekt mit Senior*innen und Pflegenden in Ausbildung.

Das lässt sich aus dem Projekt lernen:

  • Multisensorische und niedrigschwellige Zugänge eröffnen neue Formen Kultureller Teilhabe. Alltagsobjekte, Gerüche und Gespräche zur eigenen Biografie ermöglichen Menschen mit Demenz aktive Beteiligung und Austausch.
     
  • Erfolgreiche inklusive Vermittlungsarbeit braucht Zeit, Kontinuität und Beziehungsarbeit. Vertrauen entsteht vor allem durch regelmäßige Begegnungen und Formate, die sich flexibel an den Bedürfnissen der Teilnehmenden orientieren.
     
  • Kooperationen zwischen Museen und sozialen Einrichtungen eröffnen neue Perspektiven auf Sammlung und Vermittlung.

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