La Fuchsia Kollektiva e.V.

Ein feministisches Kunstprojekt aus Stuttgart schafft experimentelle Räume, in denen Frauen* und FLINTA-Personen geschlechtsspezifische Gewalt künstlerisch verarbeiten und gemeinsam neue Formen der Selbstermächtigung erproben.
„Empowerment_LAB“

Wer?

La Fuchsia Kollektiva e.V.
Wer noch?

- Stadtteilzentrum Gasparitsch
- Prisma – Ateliergemeinschaft Bahnhofstrasse e. V.

Wo?

Stuttgart

Wie groß?

bis 10

Thema?

Neue Wege Erproben
Förderung

- Kulturamt der Landeshauptstadt Stuttgart

Was noch?

https://www.instagram.com/lafuchsiakollektiva/

Darum geht es hier:

Wie lässt sich über Erfahrungen sprechen, für die es kaum Worte gibt?

Das Empowerment_LAB von La Fuchsia Kollektiva e.V. sucht Antworten auf diese Frage nicht im Gespräch allein, sondern in der künstlerischen Praxis. In vier Workshops mit Frauen* und FLINTA-Personen in Stuttgart wurden biografisches Schreiben, Malerei, Bodypainting und Audio- und Videoarbeit mit Atem- und Bewegungsübungen verbunden.

Der Körper stand dabei im Mittelpunkt: nicht als Objekt, über das gesprochen wird, sondern als Ort von Erinnerung, Widerstand und Transformation.

Das Projekt setzt sich mit drängenden Themen auseinander: geschlechtsspezifische Gewalt, strukturelle Diskriminierung, das Ringen um Sichtbarkeit in einer Gesellschaft, die bestimmten Stimmen mehr Raum gibt als anderen.

Das Empowerment_LAB begegnet diesen Themen mit künstlerischer Energie. Individuelle Erfahrungen werden als Wissensquelle ernst genommen und in kollektive Ausdrucksformen überführt.

In die Workshops konnten neue Teilnehmerinnen jederzeit einsteigen, Termine wurden mehrsprachig gestaltet oder durch Dolmetschen begleitet. Parallel lief eine Social-Media-Kampagne, in der Frauen aus verschiedenen Ländern ihre Perspektiven auf Empowerment teilten und das Projekt weit über Stuttgart hinaus sichtbar machten.

Am Ende stand eine öffentliche Vernissage, die die entstandenen Texte, Bilder und Videos einem breiten Publikum zugänglich machte und intensive Gespräche auslöste. Stuggi TV begleitete die Veranstaltung filmisch, das kolumbianische Kulturmagazin „Eskaparate“ berichtete international darüber.

Das lässt sich aus dem Projekt lernen:

  • Wenn persönliche Erfahrungen nicht nur erzählt, sondern körperlich und künstlerisch ausgedrückt werden, entsteht eine andere Tiefe der Verarbeitung und Sichtbarkeit.
     
  • Flexible mehrsprachige Formate ermöglichen jederzeit einen Einstieg, schaffen Zugehörigkeit und stärken Selbstwirksamkeit wirksamer als geschlossene Kursstrukturen.
     
  • Projekte, die lokale Communities in den Mittelpunkt stellen und digitale Räume nutzen, können eine Reichweite weit über den eigenen Stadtteil hinaus entfalten.
     

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