Kunst und Demokratie e.V.

Im Dialogformat „Friedensgespräche“ bringt der Verein Kunst & Demokratie Menschen unterschiedlichster Hintergründe mit künstlerisch-poetischen Mitteln ins Gespräch über die Kriege in der Ukraine und in Nahost. Das stärkt die konstruktive Streit- und Debattenkultur.
„Friedensgespräche“

Wer?

Kunst & Demokratie e.V.

Wo?

Fischbach-Ludwigswinkel, Mannheim, Worms, Ludwigshafen, Landau

Wie groß?

bis 10

Thema?

Welten verbinden
Förderung

- Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend: Programm „Demokratie leben!“
- Freudenberg Stiftung
- Ernsting Stiftung

Was noch?

https://www.kunstunddemokratie.de/friedensgespraeche-an-schulen-uebersicht/

Darum geht es hier:

Ein Dialogformat

Die „Friedensgespräche“ sind ein zweiteiliges Dialogformat des Vereins Kunst & Demokratie, das unmittelbar nach dem Beginn des russischen Angriffskriegs entstand.

Angesichts wachsender gesellschaftlicher Polarisierung will es künstlerisch-poetische Momente der Begegnung schaffen und eine konstruktive Streit- und Debattenkultur fördern.

Der erste Teil findet an symbolträchtigen öffentlichen Orten statt, etwa dem Gelände des ehemaligen Atomwaffenlagers Area One bei Fischbach/Dahn, am 118er Denkmal in Worm, in der Friedenskirche Ludwigshafen oder am Löwendenkmal in Landau. Eine spartenübergreifende künstlerische Performance lädt Vorbeikommende ein, innezuhalten und über ihre Gefühle, Wahrnehmungen und Ideen für Friedenslösungen zu sprechen. Als Gesprächsanlass dienen Zeichnungen mit prägnanten Aussagen.

Im zweiten Teil lesen Künstler*innen in einem Innenraum widerstreitende journalistische und poetische Texte. Darauf folgt ein Debattenspiel: Sechs bis acht Teilnehmende unterschiedlichen Alters, verschiedener Herkunft und Berufe positionieren sich auf einem Spielteppich zwischen den Feldern „Ja“, „Nein“ und einer „Hoffnungsinsel“. So bewegen sie sich inhaltlich wie räumlich aufeinander zu und können eigene Positionen überprüfen, festigen oder verändern.

Ziel ist nicht, widerstreitende Haltungen aufzulösen, sondern sie im Dialog zu teilen, zu verstehen und auszuhalten.

So entstehen Räume für Verbundenheit in Verschiedenheit. Aus der Erfahrung in Landau, wo zunächst nur junge Menschen teilnahmen, entwickelt der Verein das Format inzwischen für weiterführende Schulen weiter.

Das lässt sich aus dem Projekt lernen:

  • Für eine konstruktive Debattenkultur ist es entscheidend, den Emotionen – Angst, Wut, Ohnmacht – der Menschen einen zentralen Raum zu geben.
     
  • Spielerische Elemente helfen, dass sich Teilnehmende auch bei schwierigen Themen emotional und sozial öffnen.
     
  • Künstlerische Bespielung kann vernachlässigte oder einseitig aufgeladene Orte neu beleben und dabei ungewöhnliche Kooperationspartnerschaften ermöglichen.

Weiterlesen

Hier finden Sie das nächste Projekt, das Wirkt!