Kulturamt Weil am Rhein

Das Kulturamt Weil am Rhein erprobt neue Wege der Kulturellen Bildung im Museum. Aus anfänglich kleineren Beteiligungsformen sind inzwischen komplette Schüler*innen-Ausstellungen geworden.
„Junge Blicke, neue Räume – Museen erleben und interpretieren“

Wer?

Kulturamt Weil am Rhein

Wo?

Weil am Rhein

Wie groß?

bis 10

Thema?

Neue Wege erproben

Förderung

- Stadt Weil am Rhein

Was noch?

Ausstellung „Die Fäden in der Hand. Eine Reise in die Welt der Marionetten & Puppen“

Für Herbst 2026 ist eine neue Ausstellung im Museum Weiler Textilgeschichte geplant; Titel: „Koffer, Kleider, Kuriositäten“

Darum geht es hier:

Im Herbst 2025 eröffnete die Sonderausstellung „Die Fäden in der Hand. Eine Reise in die Welt der Marionetten und Puppen“ im Museum Weiler Textilgeschichte: Eine Zusammenarbeit zwischen der Museumsleitung und Lehrerinnen und Schüler*innen am Kant-Gymnasium.

Dabei entstanden in der 5. und 9. Klasse – absichtlich hässliche – Marionetten und Handpuppen, dazu Geschichten, die später verfilmt wurden. Alle entstandenen Werke wurden in einer Kooperationsausstellung gezeigt.

Museum und Schule arbeiteten bei vielen Elementen der Ausstellung professionell eng zusammen, so wurden auch das Farbkonzept, der Titel, das Plakat oder die Inszenierung der Objekte gemeinsam abgestimmt. Zur Vernissage waren alle Schüler*innen eingeladen.

Schüler*innen, deren Arbeiten ausgestellt sind, kommen mehrfach ins Museum, sie bringen Freunde und Familie mit. Sie kommen auch später noch zu Aktionstagen, tragen sich in Gästebücher ein, teilen ihre positiven Erinnerungen.

Durch die Kooperationen verzeichnen die Museen eine deutliche Verjüngung ihres Stammpublikums – und nicht zuletzt auch höhere Besuchendenzahlen. Andere Schulen und benachbarte Kommunen in der Schweiz und Frankreich interessieren sich für eine Zusammenarbeit. Die Kooperation motiviert Schüler*innen besonders, und zeigt zugleich öffentlichkeitswirksam, wie wichtig der Kunstunterricht ist.

Die Zusammenarbeit zwischen Museen und Schulen wirkt nachhaltig: Ehemalige Schüler*innen arbeiten heute als museumspädagogische Aushilfen, absolvieren ein FSJ-Kultur im Kulturamt oder haben sich entschieden, Kunst zu studieren.

Das lässt sich aus dem Projekt lernen:

  • Bei partizipativen Projekten mit Schüler*innen sollte zwischen Entstehungszeitraum der Objekte und Ausstellungseröffnung nur kurze Zeit liegen: Lehrende wechseln nach jedem Schuljahr; Schüler*innen sind stolz auf das Geschaffene und möchten es mit ihren Eltern, Lehrenden und Freund*innen teilen.
     
  • Die Basis einer guten Zusammenarbeit zwischen Museen und Schulen? Viel Spontaneität und gegenseitiges Vertrauen!
     
  • Qualitativ hochwertige Ausstellungen lassen sich auch mit geringen finanziellen Ressourcen realisieren. Allerdings setzt das ein hohes persönliches Engagement aller Beteiligten voraus.

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