Kollektiv Mütterkünste

Das Kollektiv Mütterkünste bringt partizipative Kunst dorthin, wo die Menschen sind: in den öffentlichen Raum. Statt auf der Theaterbühne entstehen Performances mitten in der Stadt, gemeinsam mit Bürger*innen, Minderheiten und kommunalen Partner*innen.
„Wir gehen raus!“ Partizipative Kunst- und Kulturformate im öffentlichen Raum

Wer?

Kollektiv Mütterkünste
Wer noch?     

- Frauen helfen Frauen
- Frauennotruf
- FLINTA-Chor Heidelberg

Wo?

Heidelberg und Karlsruhe

Wie groß?

bis 10

Thema?

Neue Wege erproben
Förderung

- Braver Spaces for Common Ground / Interactions e.V.
- Bundesprogramm „Zukunftsfähige Innenstädte und Zentren“
- City -Transformation Karlsruhe
- Fonds Soziokultur
- Kulturamt Heidelberg/Kulturlab HD

Was noch?

- https://www.instagram.com/muetterkuenste/

- Film über das Kollektiv Mütterkünste

Darum geht es hier:

Dorthin, wo die Menschen sind

„Wir gehen raus!“ lautet das Leitmotiv des Kollektivs Mütterkünste.

Statt im Kulturhaus auf Publikum zu warten, bringt das Kollektiv seine Kunst seit 2024 dorthin, wo die Menschen ohnehin sind: auf öffentliche Plätze, in Innenstädte und an Bahnhöfe.

Sie stellen sich aktiv der Frage, wie Kunst auch für diejenigen erfahrbar wird, die aus unterschiedlichen Gründen nicht ins Theater kommen (können).

Das Kollektiv besteht aus zehn Künstler*innen, die zugleich Mütter sind und aus eigener Erfahrung wissen, wie es sich anfühlt, von Kultur ausgeschlossen zu sein. Etwa weil sie alleinerziehend sind, migrantisch gelesene oder queere Personen sind oder Einschränkungen haben.

Genau diese Perspektiven fließen in die Arbeit ein.

Im Zentrum stehen Sicherheit, Sichtbarkeit und Begegnungen im öffentlichen Raum. Daraus sind drei Produktionen entstanden: „The Underground Company“ als erster Schritt 2024 in Heidelberg, „Public Places – Safer Spaces“ 2025 in der Karlsruher Innenstadt und das größte Projekt „macht:platz“, das im Oktober 2025 in Heidelberg Premiere feierte.

Das partizipative Prinzip

Entscheidend ist das partizipative Prinzip: Bürger*innen, Betroffene, Vereine und kommunale Entscheidungsträger*innen werden von der Konzeption bis zur Aufführung einbezogen, durch partizipative Workshops, Netzwerktreffen und intensive Community-Arbeit.

So werden Menschen nicht zu Publikum, sondern zu Mitgestaltenden.

Sie erleben, dass ihre Stimme gehört wird und dass sie ihren öffentlichen Raum gemeinsam gestalten können.

Das lässt sich aus dem Projekt lernen:

  • Kunst im öffentlichen Raum ist erklärungsbedürftig. Wer als freie Gruppe draußen arbeitet, sollte Rolle und Anliegen immer wieder sichtbar und verständlich machen.
     
  • Teilhabe entsteht aus Vertrauen, Offenheit und Beziehung. Authentische Community-Arbeit vor Ort und in den sozialen Medien ist dafür der Schlüssel.
     
  • Wer Menschen dort abholt, wo sie sind, gewinnt neue Zielgruppen und Partner*innen. Aus einzelnen Projekten sind dauerhafte Kooperationen und ein wachsendes Netzwerk entstanden.

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