Junges Ensemble Stuttgart

Hier wird das Theater für Fünf- bis Sechsjährige zum „dritten Ort“ neben Familie und Kita, an dem sie kulturelle Erfahrungen sammeln und in ihrer Persönlichkeit und Ausdruckskraft wachsen.
„Das Kita-Abo-Projekt“

Wer?

Junges Ensemble Stuttgart

Wer noch? - Jugendamt der Stadt Stuttgart
- Stuttgarter Kinderstiftung

Wo?

Stuttgart

Wie groß?

bis 50

Thema?

Welten verbinden
Förderung

- Jugendamt der Stadt Stuttgart

Was noch?

https://www.instagram.com/jesstuttgart

Darum geht es hier:

Kulturelle Bildung beginnt im JES bereits in der Kita, durch das Kita-Abo-Projekt zur Förderung der Sprachkompetenz von Vorschulkindern. Die Kooperation mit dem Jugendamt der Stadt Stuttgart und seit 2007 jährlich 20-25 städtischen Kindertagesstätten richtet sich an Fünf- bis Sechsjährige, darunter viele Kinder, deren Erstsprache nicht Deutsch ist.

Über das Jahr verteilt besuchen sie drei Theatervorstellungen am JES. Eingebettet sind die Theaterbesuche in jeweils eine spielpraktische Vor- und Nachbereitungsstunde in der Kita, in der Kinder angeleitet von Theaterpädagog*innen selbst ins Spiel kommen.

Angebote

Das mittlerweile siebenköpfige Team aus JES-Mitarbeiter*innen und Theaterpädagog*innen begleitet die Kindergruppen bei ihren ersten Erfahrungen mit der Kunstform Theater und gibt dabei Impulse, die zum Sprechen, Spielen und Forschen anregen.

Dazu kommen Angebote wie theaterpädagogische Fortbildungen für Erzieher*innen sowie eine Intensivphase in der Kita über drei Monate mit wöchentlichen Theaterstunden. Dabei werden Bewegungs- und Verwandlungsspiele gespielt, über unterschiedliche Themen diskutiert und die eigene Stimme vor Publikum ausprobiert.

Eine eigene Präsentation führen die Kinder vor den Familien auf, das fördert das Selbstbewusstsein und gibt den Eltern Einblick in die Theaterarbeit.

Mit seinem Fokus auf Sprache trägt das Projekt zur Bildungs- und Chancengerechtigkeit für jährlich rund 250-300 Kinder bei. So vereint das Kita-Abo-Projekt das Kinderrecht auf Bildung und das Menschenrecht auf Kulturelle Teilhabe.

Das lässt sich aus dem Projekt lernen:

  • Die enge Zusammenarbeit zwischen kulturellen Akteur*innen, staatlichen Einrichtungen und Bildungsinstitutionen schafft verlässliche Strukturen, Planungssicherheit und den Aufbau von Expertise auf allen Seiten.
     
  • Kinder als von Natur aus kreative und sinnlich orientierte Wesen benötigen Räume, in denen sie ganzheitlich angesprochen werden.
     
  • Die entwickelte Konzeption ist grundsätzlich auf andere Kommunen übertragbar und eignet sich als Ausgangspunkt für den Aufbau nachhaltiger kommunaler Bildungslandschaften.

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