Ifa-Galerie Stuttgart | Institut für Auslandsbeziehungen e.V.

Das 11-tägige Festival SPACEDUMPLING in der ifa-Galerie Stuttgart nutzte gemeinsames Kochen als soziale Praxis, um Menschen unterschiedlicher kultureller Kontexte zusammenzubringen. Über Rezepte, Erinnerungen und Geschichten entstanden neue Perspektiven auf Migration, Zugehörigkeit und das gesellschaftliche Potenzial von Begegnung.
„SPACEDUMPLING“

Wer?

Ifa-Galerie Stuttgart – Institut für Auslandsbeziehungen e.V.

Wo?

Stuttgart

Wie groß?

bis 10

Thema?

Welten verbinden
Förderung

- Auswärtiges Amt
- Land Baden-Württemberg
- Landeshauptstadt Stuttgart

Was noch?

https://www.instagram.com/ifa.visualarts/

Darum geht es hier:

Kartoffeln, Reis und Teigtaschen: Das sind transkulturelle  Nahrungsmittel, die weltweit verbreitet sind und selbst Migrationsgeschichten in sich tragen. Der ideale Ausgangspunkt also für ein Fest des gemeinsamen Kochens, des Tauschens von Rezepten und Geschichten, der Findung von Zugängen und Berührungspunkten zwischen Menschen ganz unterschiedlicher Kontexte und Herkünfte – alles vor dem Herd oder Ofen.

Im Zentrum standen Fragen, die weit über das Kulinarische hinausreichten: Welche Erinnerungen, welches Wissen und welches Gefühl von „Zuhause“ sind in Gerichten gespeichert? Welche diasporischen Bewegungen vollziehen Menschen und mit ihnen Gerichte, Zutaten und Geschmäcker? Und wie verändern sich diese in neuen Umgebungen?

SPACEDUMPLING

Das Projekt SPACEDUMPLING nutzte Kochen als soziale Praxis, um Menschen auf Augenhöhe miteinander in Gespräche und demokratische Aushandlungen zu bringen: Über Teilnahme, Verantwortung und Absprachen, über Zuhören, Erinnerungen und Genuss.

In der offenen Küche der ifa‑Galerie entstand im Juli 2024 für elf Tage ein Raum, in dem unterschiedliche Erfahrungen, Migrationserzählungen und kulturelle Kontexte erfahrbar wurden – nicht abstrakt, sondern sinnlich und unmittelbar.

Indem Teilnehmende ihre Rezepte, Erinnerungen und Geschichten teilten, wurde kulturelles Wissen kollektiv verhandelt und neu gelesen als Akt des Gemeinsamen.

Die Besuchenden wurden zu Mitgestaltenden, die ohne Anmeldung hereinkommen, teilnehmen, mitkochen, essen und in Kontakt treten konnten. Es entstand eine lebendige Community an Personen aus unterschiedlichen gesellschaftlichen Kontexten, die nachhaltig weiterwirkt über die Laufzeit des Projekts.

Das lässt sich aus dem Projekt lernen:

  • Aus SPACEDUMPLING  lässt sich lernen, wie wirkungsvoll einfache, alltägliche Praktiken sein können, wenn sie bewusst als soziale und kulturelle Räume gestaltet werden. Aktive Beteiligung von Teilnehmenden führt zum Entstehen einer nachhaltigen Community.
     
  • Das Projekt zeigt, dass Kochen weit mehr ist als Nahrungszubereitung: Rezepte und Gerichte sind Träger von Wissen, kulturellem Gedächtnis, Erinnerungen und Migrationsgeschichten.
     
  • Demokratische Prozesse beginnen im Kleinen. Gemeinsames Kochen erforderte Absprachen, geteilte Verantwortung und gegenseitige Rücksichtnahme, und ist damit ein wirksames Werkzeug für gesellschaftlichen Zusammenhalt. Vielfalt wurde hier nicht als Herausforderung, sondern als Ressource erlebt.
     
  • Eine offene Küche senkt Barrieren und ermöglicht Begegnung auf Augenhöhe!

 

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