HEYOKA Theater

Das HEYOKA Theater in Ulm lebt gesellschaftliche Inklusion auf der Bühne: Menschen mit körperlichen und geistigen Beeinträchtigungen, mit und ohne künstlerischer Ausbildung, entwickeln gemeinsam Theaterproduktionen, die Vielfalt sichtbar und unmittelbar erlebbar machen.
„Gesellschaftliche Inklusion auf der Bühne: das HEYOKA-Theater“

Wer?

HEYOKA-Theater

Wo?

Ulm und Umgebung

Wie groß?

11-30

Thema?

Welten Verbinden
Förderung

- Stadt Ulm
-  LafT BW
- Regierungspräsidium Tübingen
- ZfKT
- ASSITEJ
-Partnerschaft für Demokratie
- Kässbohrer Stiftung
- Wieland Stiftung
- SWU, u.v.m.

Was noch?  

https://www.instagram.com/heyoka_theater/
- Film über das HEYOKA-Theater

Darum geht es hier:

Gesellschaftliche Inklusion auf der Bühne

Das HEYOKA Theater versteht sich als künstlerisches Forschungslabor für ein vielfältiges gesellschaftliches Zusammenleben. In inklusiven Theaterproduktionen arbeiten Menschen unterschiedlicher Generationen, Hintergründe und Erfahrungen gemeinsam an Themen, die sie bewegen.

Dabei steht nicht nur das künstlerische Ergebnis im Mittelpunkt, sondern vor allem der achtsame gemeinsame Prozess.

Seit über zehn Jahren schafft HEYOKA Räume für Begegnung, Teilhabe und kreative Entfaltung auf Bühnen in Ulm und Umgebung ebenso wie im öffentlichen Raum.

Das HEYOKA Theater bringt Menschen zusammen: mit und ohne Behinderung, mit psychischen Erkrankungen, mit Flucht- oder Migrationserfahrung, Kinder, Senior*innen, Laien und professionelle Künstler*innen. Gemeinsam mit ihnen entwickelt das Theater Bühnenproduktionen. Aus diesen Begegnungen entstehen gemeinschaftliche künstlerische Prozesse auf Augenhöhe.

Im Zentrum steht die Überzeugung, dass gesellschaftliche Vielfalt eine kreative Kraft ist. Deshalb orientiert sich die Arbeit von HEYOKA nicht an Leistungsnormen, sondern an den individuellen Fähigkeiten, Ausdrucksformen und Perspektiven der Beteiligten. Die Ensemblemitglieder werden ermutigt, ihre eigenen Themen, Talente und Erfahrungen sichtbar zu machen, sei es durch Schauspiel, Musik, Bewegung oder Sprache. Dadurch entstehen berührende und oft überraschende Bühnenmomente, die auch das Publikum unmittelbar in ihren Bann ziehen.

HEYOKA versteht Theater als gesellschaftlichen Erfahrungsraum. Vorurteile lösen sich durch gemeinsame Begegnung und künstlerisches Erleben auf. Produktionen entstehen an wechselnden Orten in Ulm und Umgebung – von Theaterbühnen über öffentliche Plätze bis hin zu besonderen Orten wie dem ehemaligen Konzentrationslager Fort Oberer Kuhberg. So wird Kunst nicht nur sichtbar, sondern Teil des öffentlichen Lebens und des gesellschaftlichen Dialogs.

Über die Aufführungen hinaus schafft HEYOKA langfristige soziale Verbindungen und ein starkes Gemeinschaftsgefühl. Viele Ensemblemitglieder beschreiben das Theater inzwischen als einen Ort, an dem sie sich angenommen fühlen und Selbstwirksamkeit erleben.

Das lässt sich aus dem Projekt lernen:

  • Inklusive Kunst entsteht nicht durch Anpassung, sondern durch das Sichtbarmachen unterschiedlicher Fähigkeiten, Perspektiven und Ausdrucksformen.
     
  • Achtsamkeit, gegenseitiger Respekt und Vertrauen sind zentrale Voraussetzungen dafür, dass Menschen sich kreativ öffnen und gemeinsam wachsen können.
     
  • Kulturelle Teilhabe kann gesellschaftliche Vorurteile abbauen, wenn Begegnung nicht theoretisch bleibt, sondern unmittelbar erfahrbar wird.

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