EinTanzHaus

Eine ehemalige Kirche wird zu einem Ort für Tanz, Dialog und Gemeinschaft: Im EinTanzHaus verwandelt zeitgenössische Performance ein historisches Gebäude in ein offenes kulturelles Zuhause, in dem künstlerisches Schaffen, Alltag und gesellschaftliche Teilhabe zusammenkommen.
„Ein Haus für Viele(s)“

Wer?

EinTanzHaus

Wo?

Mannheim

Wie groß?

bis 10

Thema?

Erinnern und Erneuern
Förderung

- Stadt Mannheim
- Land Baden-Württemberg
- Innovationsfonds Kunst
- Fonds Soziokultur

Was noch?

https://instagram.com/eintanzhaus

Darum geht es hier:

Was passiert, wenn eine leerstehende Kirche zu einem Ort wird, an dem sich eine ganze Stadt begegnen kann?

Das EinTanzHaus entstand aus dem Zusammentreffen dreier Anliegen: Künstler*innen suchten Räume für ihre Arbeit, die Kirche suchte eine nachhaltige Zukunft für ein leerstehendes denkmalgeschütztes Gebäude, und die Stadt Mannheim wollte einem wenig genutzten Teil ihrer Innenstadt neues Leben einhauchen. Gemeinsam verwandelten sie die Trinitatiskirche in einen lebendigen Kulturort, an dem das bauliche Erbe bewahrt und künstlerisch neu interpretiert wird.

Der Tanz bildet nach wie vor das Herzstück der Institution, doch das EinTanzHaus ist weit mehr als eine Spielstätte. Produktionen, Residenzen und Festivals stehen neben Workshops, Nachbarschaftsinitiativen und offenen Beteiligungsformaten. Menschen jeden Alters und unterschiedlicher Hintergründe gestalten das Haus gemeinsam mit. Zwischen Marktplatz, Synagoge und Rathaus spiegelt das EinTanzHaus die Vielfalt seines Umfelds wider und trägt aktiv zu ihr bei.

Ein Beispiel: Bei der „Folk Dance Party 2.0“ von Hannah Shakti Bühler und Simon Mayer,  teilen lokale Gemeinschaften traditionelle Tänze miteinander, lernen voneinander und schaffen eine neue, gemeinsame Tanzfläche. Zeitgenössischer Tanz begegnet kulturellem Erbe, und individuelle Traditionen werden zu kollektiven Erfahrungen.

Indem das EinTanzHaus sein Gebäude wie seine künstlerische Praxis für die Stadt öffnet, zeigt es, wie Kultureinrichtungen zu Orten der Zugehörigkeit werden können – und öffentlicher Raum durch Teilhabe immer wieder neu belebt wird.

Das lässt sich aus dem Projekt lernen:

  • Historische Gebäude können zu lebendigen Orten des gesellschaftlichen Miteinanders werden, wenn künstlerische Praxis mit Offenheit, Zusammenarbeit und langfristigen Partnerschaften im Stadtteil verbunden wird.
     
  • Teilhabe wächst, wenn Kultureinrichtungen Menschen an der Gestaltung von Programmen und Räumen beteiligen.
     
  • Tanz schafft Verbindungen über kulturelle, sprachliche und gesellschaftliche Unterschiede hinweg.

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