Deutsches Uhrenmuseum

Während der Sanierung bringt das Deutsche Uhrenmuseum mit „Uhrenmuseum unterwegs“ Kultur direkt zu den Menschen in der Region. Das „StattMuseum“ schafft als offener Treffpunkt neue Räume für Begegnung und Beteiligung.
„Uhrenmuseum unterwegs“ & „StattMuseum“

Wer?

Deutsches Uhrenmuseum
Wer noch? Hochschule Furtwangen

Wo?

Furtwangen

Wie groß?

bis zu 10 Mitarbeiter*innen

Thema?

Neue Wege Erproben

Was noch?

https://www.instagram.com/uhrenmuseum_schwarzwald

Darum geht es hier:

Was passiert, wenn ein Museum während einer mehrjährigen Sanierung seine Türen schließen muss? Das Deutsche Uhrenmuseum Furtwangen nutzt diese Situation nicht als Pause, sondern als Gelegenheit, seine Rolle neu zu denken. Statt darauf zu warten, dass die Menschen ins Museum kommen, bringt das Museum seine Themen direkt in die Region.

Mit dem Programm „Uhrenmuseum unterwegs“ entstehen mobile Angebote für unterschiedliche Zielgruppen im Schwarzwald-Baar-Kreis. In Kindergärten entdecken Kinder spielerisch die Welt der Zeitmessung und bauen eigene Uhren. Schulklassen beschäftigen sich mit Technikgeschichte und den philosophischen Bedeutungen von Zeit.

Ein besonderes Beispiel ist das Format „ZeitGeschichten“ für Menschen mit Demenz. Mithilfe kreativer Methoden entwickeln die Teilnehmenden gemeinsam neue Geschichten zu Bildern und Objekten. Im Mittelpunkt stehen Fantasie, Austausch und Beteiligung.

Parallel dazu entsteht mit dem „StattMuseum“ ein temporärer Ort für Begegnung. Hier finden Veranstaltungen, Gespräche und kleine Ausstellungen statt. Gleichzeitig steht der Raum auch Initiativen, Vereinen und Gruppen aus der Stadtgesellschaft für eigene Projekte offen.

Beide Formate ergänzen sich gegenseitig. Während „Uhrenmuseum unterwegs“ Kultur direkt zu den Menschen bringt, schafft das „StattMuseum“ einen festen Anlaufpunkt für Austausch und Mitgestaltung. So wird das Museum während der Sanierung zu einer kulturellen Infrastruktur im ländlichen Raum und sammelt Erfahrungen, die langfristig in die Zukunft des Hauses einfließen.

Das lässt sich aus dem Projekt lernen:

  • Starke Netzwerke schaffen Vertrauen. Kooperationen mit lokalen Partnern eröffnen neue Zugänge und fördern Begegnungen zwischen Menschen mit unterschiedlichen Erfahrungen und Perspektiven.
     
  • Transformation ist ein Labor für die Zukunft. Phasen des Wandels bieten die Chance, neue Formate zu erproben und erfolgreiche Ansätze dauerhaft in die Arbeit einer Institution zu integrieren.
     
  • Manche Dinge entfalten ihr Potenzial erst, wenn man ihnen erlaubt, noch nicht fertig zu sein.

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