Citizen.KANE.Kollektiv e.V.

Die alternative Stadtführung zum Thema Armut entwickelte das Citizen.KANE.Kollektiv gemeinsam mit der Straßenzeitung Trott-war. Zusammen mit von Armut betroffenen Menschen entstand so eine performative Führung entlang der Stuttgarter Königstraße.
„ArMut. Die Stadt von unten sehen“

Wer?

Citizen.KANE.Kollektiv e.V.
Wer noch?      Trott-war e.V.

Wo?

Stuttgart

Wie groß?

bis 10

Thema?

Welten verbinden
Förderung

- Kulturamt der Stadt Stuttgart
- Vector-Stiftung
- Helfende Hände e.V.
- Partnerschaft für Demokratie Stuttgart
- Akademie für gesprochenes Wort

Was noch? https://www.instagram.com/citizen.kane.kollektiv/

Darum geht es hier:

Die Stadt von unten sehen

Über 16% der Einwohner*innen Deutschlands sind von Armut betroffen: rund 13 Millionen Menschen.

Armut bleibt aber meist unsichtbar.

Das Citizen.KANE.Kollektiv fragt nun: Was leisten wir uns – als Gesellschaft und individuell? Wie gestalten wir Zusammenhalt, wenn Luxusgüter wie eine Uhr oder eine Handtasche mehr kosten als in der jährlichen Grundsicherung zu Verfügung steht?

Zusammen mit von Armut betroffenen Menschen entstand die Annäherung an eine Antwort in 24 Stationen einer alternativen Führung entlang der Stuttgarter Königstraße. In Workshops gestalteten die Teilnehmenden zunächst diese Stationen mit ihren individuellen Beiträgen. Dabei stand weniger das Thema selbst als vielmehr die Gemeinschaft im Vordergrund. Die Angebote reichten von kreativem Schreiben über Schauspiel bis zu Vogueing.

Die Stadtführung wurde auf verschiedenen Ebenen realisiert: Basis war die Straßenzeitung Trott-war, die auch eine digitale Beilage umfasste.

Gleichzeitig wurden die Stationen an ausgewählten Terminen live aus der Einkaufsmeile bespielt. Zudem bot eine Augmented-Reality-App die Möglichkeit, digitale und analoge Inhalte direkt miteinander zu verknüpfen.

Diese interdisziplinäre Arbeit an der Schnittstelle von Soziometrie, Performance und Augmented-Reality deckt Missstände auf und bringt die Frage der sozialen Ungleichheit direkt auf die Einkaufsmeile.

Durch das Erzählen von Geschichten, die sonst ungehört bleiben, entsteht ein diskursiver Beitrag, welcher Möglichkeiten zur gesamtgesellschaftlichen Teilhabe aufzeigt.

Das lässt sich aus dem Projekt lernen:

  • Wer die Geschichten von Menschen auf der Straße hört, merkt sehr schnell: Das kann jeder*m passieren. Und jede*r kann helfen!
     
  • Ein künstlerisches Projekt kann gleichzeitig öffentliche Aufmerksamkeit für an den Rand gedrängte Themen wecken wie für die Beteiligten eine Form der Therapie sein.

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Hier finden Sie das nächste Projekt, das Wirkt!