Bodensee Philharmonie

Mit „Zukunftsmusik“ lässt die Bodensee Philharmonie den Konzertsaal hinter sich. Sie entwickelt neue Formen künstlerischer Zusammenarbeit, bringt klassische Musik in den Alltag und lädt Gemeinschaften dazu ein, Konzerterlebnisse gemeinsam mitzugestalten.
„Zukunftsmusik“

Wer?

Bodensee Philharmonie

Wo?

Konstanz

Wie groß?

mehr als 50

Thema?

Neue Wege erproben
Förderung

- Bundesförderung „Exzellente Orchesterlandschaft“

Auszeichnung - ZukunftsGut-Preis der Commerzbank-Stiftung 2026

Was noch?

- https://www.instagram.com/bodensee_philharmonie/

Darum geht es hier:

Mit „Zukunftsmusik“ denkt die Bodensee Philharmonie die Beziehung zwischen Orchester und Gesellschaft neu. Das Projekt beginnt mit Dialog und lädt Bürger*innen, Gemeinschaftsorganisationen, Schulen, Wissenschaftler*innen und kulturelle Partner dazu ein, Projekte zu Themen mitzugestalten, die die Region bewegen: von Demokratie und Vielfalt über Klima und Mobilität bis hin zur Zukunft des öffentlichen Lebens.

Unter Brücken, in Freibädern und auf Bauernhöfen

Diese Zusammenarbeit entfaltet sich in thematischen Projektwochen, in denen künstlerische Ideen durch gemeinsame Prozesse entstehen. Konzerte finden nicht nur in klassischen Spielstätten statt, sondern auch unter Brücken, in Freibädern, auf Bauernhöfen und an anderen ungewöhnlichen Orten. So gelangt Orchestermusik in die Alltagsräume der Region. Alle Veranstaltungen sind kostenfrei und senken damit Barrieren. Gleichzeitig erreichen sie Menschen, die vielleicht noch nie zuvor einen Konzertsaal betreten haben.

Ebenso wichtig ist die veränderte Rolle der Musiker*innen. Anstatt ausschließlich als Interpret*innen aufzutreten, werden sie zu Mitgestaltenden, Moderator*innen und Gesprächspartner*innen, die gemeinsam mit den Menschen vor Ort künstlerische Prozesse entwickeln.

Im Laufe der Zeit hat „Zukunftsmusik“ die Arbeitsweise des Orchesters selbst verändert und Teilhabe, Partnerschaft und Experimentierfreude fest in seiner Organisationskultur verankert. So zeigt die Bodensee Philharmonie, wie ein klassisches Orchester zu einer aktiven gesellschaftlichen Institution werden kann – einer Institution, die nicht nur für ihre Gemeinschaft musiziert, sondern gemeinsam mit ihr wächst.

Das lässt sich aus dem Projekt lernen:

  • Nachhaltige Teilhabe beginnt dort, wo Gemeinschaften von Anfang an in künstlerische Prozesse einbezogen werden und nicht nur als Publikum angesprochen sind.
     
  • Ein Orchester für die Gesellschaft zu öffnen, erfordert organisatorische Veränderungen ebenso wie neue künstlerische Formate.
     
  • Starke Partnerschaften zwischen Kultureinrichtungen, zivilgesellschaftlichen Organisationen und lokalen Gemeinschaften schaffen die Voraussetzungen für nachhaltige kulturelle Relevanz.

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