Akademie für gesprochenes Wort

Für die Akademie für gesprochenes Wort ist Sprache ein lebendiger, gesellschaftlich wirksamer Raum. In ihrer Arbeit übersetzt sie historische, literarische und politische Themen in performative, dialogische Formate und öffnet diese für die Gegenwart.
„Sprache als lebendiger, gesellschaftlich wirksamer Raum“

Wer?

Akademie für gesprochenes Wort

Wo?

Stuttgart

Wie groß?

bis 10

Thema?

Erinnern und Erneuern
Förderung

- Landeshauptstadt Stuttgart
- Baden-Württemberg Stiftung
- Berthold Leibinger Stiftung
- Helmut Nanz Stiftung

Was noch?   https://www.instagram.com/akademiefuergesprocheneswort/

Darum geht es hier:

Wo das Wort allen gehört

Die Akademie für gesprochenes Wort entwickelt eine künstlerische Praxis, in der Sprache als offener und niedrigschwelliger Raum gesellschaftlicher Teilhabe erfahrbar wird – ein Ort, an dem das Wort allen gehört, im öffentlichen Raum oder in alltagsnahen Kontexten. Das verschiebt bewusst die Grenze zwischen Bühne und Publikum: Zuhörende werden zu Mitgestaltenden, künstlerische Prozesse zu gemeinsamen Aushandlungsräumen.

Sprechrundgang – Gewalt-Texte

„Schlamassel“ ist ein Sprech- und Musikrundgang im Höhenpark Killesberg, der dokumentarische Stimmen jüdischen Lebens mit der NS-Geschichte des Ortes verbindet. Das Publikum bewegt sich gemeinsam durch den Raum und erlebt Geschichte, Gegenwart und persönliche Perspektiven im direkten Dialog.

„Smack Down“ übersetzt literarische Texte über Gewalt, Konflikt und Überleben in einen inszenierten Wettkampf. Dabei werden Fragen von Autor*innenschaft und künstlerischer Deutungshoheit verhandelt.

 

Humor als Mittel – Literatur im Alltag

„Wer zuletzt lacht, lacht“ nutzt Humor als Mittel, um Problemfelder wie Migration und Behinderung zugänglich zu machen und Vorurteile abzubauen.

„Gesprächsfetzen“ trägt Literatur in den Alltag, etwa in den öffentlichen Nahverkehr, wo spontane Begegnungen und Gespräche entstehen.

Ein zentraler Bestandteil der Arbeit sind Kooperationen, mit freien Kollektiven, etwa dem Citizen.KANE.Kollektiv, ebenso wie mit Institutionen wie dem Haus der Geschichte Baden-Württemberg oder der Württembergischen Landesbibliothek.

Hinzu kommen zahlreiche Schulkooperationen sowie Projekte mit Kindern und Jugendlichen.

Das lässt sich aus dem Projekt lernen:

  • Künstlerische Formate können komplexe Inhalte wie Erinnerungskultur, Diversität oder soziale Ungleichheit niedrigschwellig vermitteln und dabei emotionale Zugänge schaffen, die über rein kognitive Auseinandersetzung hinausgehen.
     
  • Humor, Wettbewerb und performative Ansätze haben die Kraft, auch schwierige Themen anzusprechen und Barrieren abzubauen.
     
  • Kooperationen zwischen freien Künstler*innen, Institutionen und zivilgesellschaftlichen Akteuren sind entscheidend, um nachhaltige kulturelle Angebote mit gesellschaftlicher Wirkung zu entwickeln.

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