Perspektiven für Kunst in Freiburg e.V.

Wie stellen wir uns Tourismus vor, welche Machtverhältnisse und postkoloniale Abhängigkeiten verschleiert das? Eine Ausstellung zeitgenössischer Künstler*innen über marginalisierte Perspektiven.
„Biennale für Freiburg 3 – HAPPY PLACE“

Wer?

Perspektiven für Kunst in Freiburg e.V. | Biennale für Freiburg

Wer noch?

- Sozialdienst muslimischer Frauen e.V.
- Roma Büro Freiburg
- Kinder- und Jugendzentrum Weingarten
- zusammen leben e.V.

Wo?

Freiburg

Wie groß?

bis 10

Thema?

Welten verbinden
Förderung

- Stadt Freiburg
- Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg
- Nouveaux Horizons – Baden-Württemberg Stiftung
- Pro Helvetia
- ZfKT 
- Guzzoni-Federer-Stiftung
- Schwedische Botschaft Berlin
- Österreichisches Kulturforum
- Institut Français
- Acción Cultural Española (AC/E)
- Institut Ramon Llull
- Spanische Botschaft Berlin
- Bundesministerium Wohnen, Kunst, Kultur, Medien und Sport (Österreich)

Was noch?

https://www.instagram.com/biennalefuerfreiburg

Darum geht es hier:

Ziel der provokant „HAPPY PLACE“ betitelten 3. Biennale für Freiburg (BfF3) war die kritische Auseinandersetzung mit Tourismus anhand marginalisierter Perspektiven: Der Blick richtete sich auf Machtverhältnisse und postkoloniale Abhängigkeiten.

Um die Ausstellung mit 30 zeitgenössischen Werken von lokalen ebenso wie internationalen Künstler*innen gab es ein Begleitprogramm von und mit marginalisierte Menschen. Die gemeinsame Arbeit mit mehreren Kooperationspartnern folgte diesen Ansätzen:

„Mit“ statt „über“ reden – Kehrseiten zeigen

Mit statt über sie reden:

Das BfF3-Team entwickelte das Programm gemeinsam mit verschiedenen lokalen Akteur*innen, die der Kunstbetrieb in Freiburg sonst weniger im Visier hat. Darunter gab es dann etwa eine arabische Ausstellungsführung, die geflüchtete Frauen des Sozialdienstes muslimischer Frauen e.V. begleiteten.

 

Kehrseiten zeigen:

Der beliebten Stadtführung durch den privilegierten Stadtteil Wiehre setzte die BfF3 eine Führung mit dem Roma-Aktivisten Tomas Wald durch Weingarten entgegen. In diesem vernachlässigten Stadtteil lebt ein Großteil der Freiburger Sinti- und Roma-Community.

Alle gemeinsam am Tisch:

Die lange Tafel, an der viele Menschen Platz fanden, war ein wiederkehrendes Veranstaltungselement, um Menschen unterschiedlicher Herkunft und gesellschaftlicher Stellung zusammen und ins Gespräch zu bringen.

Das lässt sich aus dem Projekt lernen:

  • Perspektivwechsel sind unentbehrlich, um ein zeitgemäßes, kritisches und gesellschaftlich relevantes Format zu entwickeln.
     
  • Dies schließt ein, sich über eigene Privilegien bewusst zu werden, Status Quo zu hinterfragen und zu wagen, das übliche Publikum herauszufordern.

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