Wer? | |
Wo? | Karlsruhe |
Wie groß? | bis zu 10 Mitarbeiter*innen |
Thema? | Neue Wege Erproben |
| Förderung | - Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg, "Kunst trotz Abstand" und "Kultur nach Corona" |
Was noch? |
Jeder Stadtteil hat seine eigenen Geschichten, Besonderheiten und Menschen, die ihn prägen: Hier setzt das „Quartierskino“ der Kinemathek Karlsruhe an. Im Austausch und gemeinsam mit Stadtteilvereinen, lokalen Initiativen und engagierten Bürger*innen wurden Filme ausgewählt, die den Charakter verschiedener Karlsruher Quartiere aufgreifen und neue Blickwinkel auf das städtische Zusammenleben eröffnen.
Welche Themen bewegen das Quartier? Welche Projekte machen den Stadtteil lebendig, was macht ihn aus? Die Antworten flossen in die Filmauswahl und die Gestaltung der begleitenden Veranstaltungen. So entstand für jedes Quartier ein eigenes Programm mit lokaler Identität.
2021 wurde das Format vollständig digital umgesetzt. Filme konnten online angesehen werden, Live-Gespräche mit Gästen aus den Stadtteilen wurden gestreamt. 2023 kamen die Veranstaltungen zurück ins Kino, eine Online-Übertragung gab es aber auch wieder.
Insgesamt beteiligten sich 15 Karlsruher Stadtteile mit jeweils einem Film und einer eigenen Begleitveranstaltung. Schüler*innen, Studierende, Vereine, soziale Einrichtungen und kulturelle Initiativen brachten ihre Perspektiven ein und gestalteten das Projekt aktiv mit.
Die entstandenen Gespräche machten sichtbar, was die Quartiere bewegt, welche Ideen vor Ort entstehen und wie vielfältig städtisches Leben sein kann.
Kultur bringt Menschen zusammen und rückt lokale Geschichten in den Mittelpunkt: Aus Filmvorführungen wurden Begegnungsräume, aus Zuschauer*innen wurden Mitgestaltende und aus dem Kino ein Ort, an dem Stadtgesellschaft sichtbar wird.
Das lässt sich aus dem Projekt lernen:
Erfolgreiche Kulturprojekte entstehen durch frühzeitige und vertrauensvolle Zusammenarbeit mit den Menschen vor Ort. So entstehen Formate, die lokale Themen authentisch aufgreifen und breite Beteiligung ermöglichen.
Die Verbindung von analogen und digitalen Angeboten erweitert Reichweite und Zugänglichkeit.
Wenn Bürger*innen aktiv an der Gestaltung von Programmen beteiligt sind, wächst die Identifikation mit kulturellen Orten und die Relevanz der Angebote für die Stadtgesellschaft.
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