companie paradox ravensburg e.V.

Die companie paradox Ravensburg bringt Menschen mit und ohne Psychiatrieerfahrung auf die Bühne. In gemeinsamen Theaterproduktionen entstehen Begegnungen, künstlerische Ausdruckskraft und neue Perspektiven, für Mitwirkende wie für das Publikum.
Räume für inklusives Theaterspiel

Wer?

companie paradox ravensburg e.V.

Wo?

Ravensburg, deutschland- und europaweite Auftritte

Wie groß?

11 bis 30

Thema?

Welten verbinden

Förderung

- Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden Württemberg 

Darum geht es hier:

Die companie paradox Ravensburg zeigt seit mehr als zwanzig Jahren, wie Theater Menschen zusammenbringen kann. In der inklusiven Theatergruppe begegnen sich Menschen mit und ohne Psychiatrieerfahrung, Mitarbeitende des ZfP Weissenau sowie weitere Theaterinteressierte. Gemeinsam entwickeln sie Stücke, Szenen und Inszenierungen, die ihre Ideen, Erfahrungen und Sichtweisen auf kreative Weise sichtbar machen.

Ein besonderer Bestandteil der Arbeit ist das Theaterspiel mit selbst gebauten Masken. Sie eröffnen einen geschützten künstlerischen Raum, in dem die Mitwirkenden neue Rollen ausprobieren, Ausdrucksformen entdecken und mit großer Freiheit gestalten können. Immer besonders: der Moment, in dem die Darstellenden am Ende einer Aufführung ihr Gesicht zeigen und den Applaus des Publikums entgegennehmen.

Die Produktionen greifen Themen auf, die viele Menschen bewegen. Im Stück „Ruckedigu“ beschäftigte sich das Ensemble beispielsweise mit der Frage, wie vielschichtig menschliches Handeln ist und wie unterschiedlich Menschen Situationen wahrnehmen.

Mit inzwischen mehr als 100 Aufführungen in Deutschland und anderen europäischen Ländern hat die companie paradox zahlreiche Begegnungen ermöglicht. Ob bei kleineren Auftritten oder in längeren Stücken, immer wieder entstehen Gespräche zwischen Publikum und Ensemble. So wird das Theater zu einem Ort des Austauschs, an dem künstlerische Freiheit, Kreativität und Gemeinschaft auf besondere Weise zusammenfinden und gleichzeitig Entstigmatisierung gefördert wird.

Das lässt sich aus dem Projekt lernen:

  • Künstlerische Zusammenarbeit auf Augenhöhe kann sehr wirksam sein, um Berührungsängste zwischen Menschen mit und ohne Psychiatrieerfahrung abzubauen.
     
  • Kreative Methoden wie die Arbeit mit Masken können geschützte Räume eröffnen, in denen Menschen mutig neue Ausdrucksformen entdecken.
     
  • Öffentliche Aufführungen tragen aktiv zur Entstigmatisierung bei und laden das Publikum dazu ein, miteinander ins Gespräch zu kommen.
     

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