Förderprogramm »Weiterkommen«

Die geförderten Vorhaben der zweiten Förderrunde (2022 – 2023)

 

Die entsprechende Pressemitteilung finden Sie hier und eine Tabelle mit allen Geförderten hier.

Beschreiben Sie Ihr »Weiterkommen!«

Theater in den Bergen e.V. - Aneinander wachsen

Was soll am Ende des Förderzeitraums idealerweise entstehen?

Wir wollen mit Weiterkommen! die soziale Gemeinschaft eines kleinen Dorfes in die Lage versetzen, ihre Bedürfnisse in der kulturellen Bildung zu formulieren. Die Menschen sollen die Möglichkeit bekommen, an ihrem Lebensort Kulturprojekte zu initiieren und die Selbstorganisation zu lernen. Den Menschen soll durch das Rechercheprojekt das Handwerkszeug gegeben werden, ihre eigene Geschichte und die damit verbundenen Geschichten öffentlichkeitswirksam zu präsentieren. Rahmenbedingungen für zukünftige Kulturprojekte sollen gezielt etabliert werden. Eine Vernetzung mit weiteren AkteurInnen in der Kultur des ländlichen Raums, sowie entsprechenden assoziierten professionellen Kräften wird angestrebt.

 

Bitte beschreiben Sie, aus welchen Einrichtungen und Kontexten die »Weiterkommen!«-Teammitglieder kommen.

Unser Team kommt aus unterschiedlichen Einrichtungen/Kontexten.

Antonia Tittel und Arnd Heuwinkel bilden das professionelle Leitungsteam des Theaters in den Bergen im Südschwarzwald. Beide haben langjährige Erfahrung in soziokulturellen Kontexten in verschiedenen Institutionen und an unterschiedlichsten Orten der Bundesrepublik gesammelt. Lena Drieschner, die das Team ergänzt, ist freie Schauspielerin und Theaterpädagogin aus Freiburg. Sie war viele Jahre festes Ensemblemitglied des Stadttheaters und hat darüber hinaus parallel ihre Expertise als Theaterpädagogin entwickelt. Gemeinsam haben die drei Teammitglieder bereits mehrere soziokulturelle Gemeinschaftsprojekte durchgeführt, die neben einer Vielzahl an Privatleuten, ein professionelles Kultur-Team vernetzt hat, das verstärkt ländliche Räume als Betätigungsfeld in den Fokus nimmt.

 

Wieso widmen Sie sich in dieser Teamkonstellation Ihrem Vorhaben?

Die bisherige Zusammenarbeit hat gezeigt, dass bestehende Erfahrungen sich optimal ergänzen. Der Anspruch, dem ländlichen Raum eine „Kulturperspektive“ zu ermöglichen, die nicht immer von neuem das Ehrenamt in den Mittelpunkt des Engagements rückt und erwarten lässt, dass sich die Menschen in dezentralen Strukturen schon selbst helfen werden, ist für das Team absolute Priorität. EinwohnerInnen zersiedelter Regionen haben aus der Sicht des Teams ebenfalls das Recht, kulturelle Angebote zu erhalten oder zumindest gleichberechtigt mitzubestimmen. Ebenfalls haben sie das Recht darauf, dass diese einen professionellen Charakter haben und somit über die kulturelle Bildung – aktuelle sowie sozialkritische – und politische Themen im ländlichen Raum verstärkt diskutieren. Hier haben die AkteurInnen gemeinsam bereits verschiedene Ansätze entwickelt. Der soziale Zusammenhalt einer Dorfgemeinschaft ermöglicht diesbezüglich eine angeregte Diskussion „auf kurzem Weg“ zu den Themenfeldern, die in diese Gemeinschaft getragen und dort identifiziert werden.

 

Theater in den Bergen e.V.  , Häg-Ehrsberg

zusammen leben e.V. - Teilhabemöglichkeiten für alle - wir nehmen unsere offenen Angebote kritisch unter die Lupe

Was soll am Ende des Förderzeitraums idealerweise entstehen?

1. Wissen erweitern und neue Erkenntnisse gewinnen:
Wir wollen gemeinsam im Leitungsteam unser Wissen im Hinblick auf Inklusion und Teilhabemöglichkeiten erweitern und vertiefen.
2. Überprüfung des bestehenden Angebotes auf Teilhabe für alle:
Wir wollen unsere aktuellen Angebote auf Barrierefreiheit für alle überprüfen. Um für die Analyse das passende Handwerkszeug an die Hand zu bekommen, möchten wir eine*n Diversity Trainer*in & eine Inklusionsexpert*in nach Freiburg einladen, um einen Tagesworkshop für unser Team zu geben. Außerdem wollen wir uns über relevante Fachliteratur im Eigenstudium intensiv mit den Themen beschäftigen.
3. Neu- und Weiterentwicklung von offenen Angeboten:
Mit dem neu gewonnenen Wissen entwickeln wir einerseits unsere bestehenden Angebote weiter und erarbeiten darüber hinaus drei inklusive Pilot-Formate.

 

Bitte beschreiben Sie, aus welchen Einrichtungen und Kontexten die »Weiterkommen!«-Teammitglieder kommen.

Wir kommen aus derselben Einrichtung aber aus unterschiedlichen Abteilungen.

Johanna Dangel, Bereich Kunst & Kultur und ÖA, Studium der Germanistik, Studium des Kulturmanagements, Ausbildung zur systemischen Moderatorin.
Stefanie Koch, Bereich Garten & Umweltbildung, Studium der Landschaftsplanung, Weiterbildung zur Wirkungsmanagerin.
Leonora Lorena, Bereich Essen & Trinken und Community Management, Studium Environmental Government.
Sophia Maier, Bereich Qualifizierung, Studium der Islamwissenschaft, Zertifizierung zur DAZ Lehrerin, Bildungsberaterin.

 

Wieso widmen Sie sich in dieser Teamkonstellation Ihrem Vorhaben?

Durch diese Teamkonstellation nimmt aus allen vier Arbeitsbereichen des Vereins eine Person teil. So kann sicher gestellt werden, dass alle Arbeitsbereiche des Vereins in den Veränderungsprozess mit einbezogen werden.

 

 

zusammen leben e.V.  , Freiburg.

Kulturbüro Kehl, Das Kulturhaus - Bedarfsorientierte Formatentwicklung und -erprobung für das Kulturhaus

Was soll am Ende des Förderzeitraums idealerweise entstehen?

Ein Bedarfsorientiertes Kulturangebot ist in einem Beteiligungsprozess gemeinsam mit jungen Bürgerinnen und Bürger entstanden, wodurch die Identifikation unserer Zielgruppe mit dem Haus gestärkt wurde. Daraus entwickelt sich nun ein Stammpublikum, was wiederum zur Etablierung des Kulturhauses als feste Größe in der Kehler Kulturszene für Jugendliche und junge Erwachsene führt.
Das Beteiligungsverfahren soll in einem regelmäßigen Turnus wiederholt werden, womit das Kulturhaus auch in Zukunft den Bedarfen aktueller wie künftiger Besucher:innen gerecht werden und junge Menschen aktiv an der Gestaltung des Kehler Kulturlebens beteiligen möchte.

 

Bitte beschreiben Sie, aus welchen Einrichtungen und Kontexten die »Weiterkommen!«-Teammitglieder kommen.

Unser Team kommt aus unterschiedlichen Einrichtungen/Kontexten.

Unser Team setzt sich zusammen aus zwei Mitarbeitenden des städtischen Kulturbüros sowie eines Mitglieds des Vorstands des Stadtjugendring Kehl e.V. Das Kulturbüro bringt sich mit dem Kulturhaus als Ort mit personellen und finanziellen Ressourcen sowie einem breiten Netzwerk aus Künstler:innen und Kulturschaffenden ein und besitzt die fachliche Expertise in den Bereichen Kulturvermittlung und Programmplanung.
Der Stadtjugendring besteht aus verschiedenen Jugendverbänden und Einrichtungen sowie interessierten Einzelpersonen. Damit trägt er ebenfalls mit einem großen Netzwerk, vielen Blickwinkeln und einer breiten Perspektive auf die Kehler Jugendkultur zum Projekt bei und hat den direkten Draht zu den Jugendlichen und jungen Erwachsenen in Kehl.

 

Wieso widmen Sie sich in dieser Teamkonstellation Ihrem Vorhaben?

Die inhaltliche Ausrichtung des im September 2019 eröffneten Kultur- und Bildungszentrums „Das Kulturhaus.“ orientiert sich an den Ergebnissen der städt. Kulturkonzeption, die unter breiter Beteiligung, auch des Stadtjugendrings (SJR), erarbeitet und 2018 einstimmig vom Gemeinderat verabschiedet wurde. Das Kulturbüro bespielt den hauseigenen Saal seither mit verschiedenen Veranstaltungsformaten analog und digital. Aufgrund ihrer geografischen Lage und Historie tat sich die Stadt in der Vergangenheit schwer, eine kulturelle Identität zu entwickeln. Jüngere Bürger:innen stillten ihren Kulturhunger in umliegenden Städten. Mit dem Kulturhaus als Instrument der Kulturförderung und -entwicklung richten wir uns nun verstärkt an diese Zielgruppe. Obige Umstände und die Pandemiefolgen erschweren die Aktivierung der Zielgruppe für unser Angebot jedoch. Der SJR möchte uns mit seiner Nähe zur Kehler Jugend bei dieser Aufgabe unterstützen.

 

Kulturbüro Kehl – Das Kulturhaus , Kehl

Muslimische Akademie Heidelberg - Jüdisch-Muslimische Kulturtage (JMKT) Heidelberg goes Community

Was soll am Ende des Förderzeitraums idealerweise entstehen?

Im Rahmen der JMKT soll ein Format entstehen, das die Frage nach einer partizipativen Programmentwicklung in den Mittelpunkt stellt, die niedrigschwellige Teilhabe stärkt und auch für intersektionale Perspektiven offen ist. An der Schnittstelle von Kultur, gesellschaftlicher Partizipation und politischer Bildung werden die Zielgruppen der JMKT proaktiv und subjektorientiert in die Programmentwicklung eingebunden werden. Der Programmbeirat, der sich in den letzten Jahren zusammengefunden hat, wird sich diesen Themenschwerpunkten intensiv widmen und in moderierten Laboren konkrete Strategien, sowie Reflexionsebenen erarbeiten, die der Programmierung des neuen Formats im Rahmen der JMKT 2023 als Grundlage dienen.

 

Bitte beschreiben Sie, aus welchen Einrichtungen und Kontexten die »Weiterkommen!«-Teammitglieder kommen.

Unser Team kommt aus unterschiedlichen Einrichtungen/Kontexten.

Leyla Jagiella, Muslimische Akademie Heidelberg i.Gr.. Sarah Ungan, Kulturhaus Karlstorbahnhof. Sofie Sonnenstatter, Hochschule für Jüdische Studien Heidelberg.

 

Wieso widmen Sie sich in dieser Teamkonstellation Ihrem Vorhaben?

Unser Team besteht aus Menschen, die eine besondere Schnittstelle zwischen Kulturarbeit und jüdischen sowie muslimischen Communities bilden. Dies dient der intersektionalen Vernetzung und dem gegenseitigen Empowerment. Wir haben in einer ähnlichen Teamzusammensetzung bereits in den letzten Jahren sehr erfolgreich Jüdisch-Muslimische Kulturtage konzipiert und durchgeführt.

 

Muslimische Akademie Heidelberg , Heidelberg

Kinemathek Karlsruhe e.V. - Filmlabor/forum Karlsruhe: das lokale go-to Forum für Film- und Kinovermittlung

Was soll am Ende des Förderzeitraums idealerweise entstehen?

Wir gründen ein Filmlabor/forum, in dem wir gemeinsam mit anderen lokalen Kultur- und Bildungseinrichtungen einen festen Austausch und Zusammenarbeit initiieren.

Dabei klären wir, was Film, Kino und Bildung für die einzelnen Institutionen bedeuten.

In gemeinsamen Workshops etablieren wir die Grundlagen unserer Zusammenarbeit zu den Themen „transkulturelle Filmbildung“ und „Publikumspartizipation“ und die Rolle eines Kommunalen Kinos im Rahmen der Stadtgesellschaft.

In kontinuierlicher Zusammenarbeit gestalten wir eine gemeinsame Plattform rund um einen urbanen Kinoraum und laden zur Beteiligung ein.

 

Bitte beschreiben Sie, aus welchen Einrichtungen und Kontexten die »Weiterkommen!«-Teammitglieder kommen.

Unser Team kommt aus unterschiedlichen Einrichtungen/Kontexten.

Carmen Beckenbach, (MA Kunstgesch. u. Gesch.) freie Kunsthistorikerin mit Schwerpunkt Medienkunst und Film u.a. für Kinemathek Karlsruhe, ZKM, Kunsthalle u. Städt. Galerie Karlsruhe, DOKKA
Katja Martin (Dipl. Kult.päd.), freischaffende Filmvermittlerin, Team SchulKinoWochen Niedersachsen, wohnhaft in Karlsruhe
Alexander Bischoff (Dipl. Medienkunst), Filmemacher, Leiter der Medienwerkstatt im Werkstatthaus (stjg), Stuttgart
Marc Teuscher (Dipl. Medienkunst), Filmemacher, Geschäftsführer Kinemathek Karlsruhe

 

Wieso widmen Sie sich in dieser Teamkonstellation Ihrem Vorhaben?

Anfang 2021 haben wir die vierköpfige Arbeitsgruppe if:fbk initiiert, und zum Thema Film:Bildung:Kino verschiedene Akteur:innen aus dem deutschen/europäischen Filmbildungsbereich eingeladen. Auf kommunaler Ebene teilen wir die Filmbegeisterung in gemeinsamen Projekten mit anderen Kultur- und Bildungseinrichtungen. Wir möchten die oft kurzfristige Zusammenarbeit in langfristige Kooperationen umwandeln und Ansprechpartner:innen für die partizipative und transkulturelle Arbeit mit Film und Bildung im Kino sein. Das bedeutet für uns Kommunales Kino.

 

Kinemathek Karlsruhe e.V. , Karlsruhe

Akademie für gesprochenes Wort - w*ort - ein Ort, an dem das Wort allen gehört

Was soll am Ende des Förderzeitraums idealerweise entstehen?

Ein neuer Ort soll entstehen: W*ort. Dieser Raum hält künstlerische Formate, Interaktionen, Interventionen, Austauschformen und Aufenthaltsmöglichkeiten bereit, die das Ziel verfolgen, über die Öffnung des Raumes das Wort, die Sprache selbst zu öffnen und so einen Ort zu schaffen, an dem Sprache kein Phantasma von „Eigen“ und „Fremd“ bedeutet, sondern eben diese Kategorien überwindet.

 

Bitte beschreiben Sie, aus welchen Einrichtungen und Kontexten die »Weiterkommen!«-Teammitglieder kommen.

Wir kommen aus derselben Einrichtung aber aus unterschiedlichen Abteilungen.

Die Weiterkommen!-Teammitglieder kommen aus folgenden Abteilungen bzw. Kontexten:
– Das Sprechensemble der Akademie (Jule Hölzgen, Orlando Schenk und Ramon Schmid) tritt künstlerisch in Erscheinung und kommt aus den Bereichen der Sprechkunst, Sprecherziehung und des Rhetoriktrainings.
– Hannes Keller ist im Bereich des Kulturmanagements, der Mediengestaltung und Medientechnik tätig, er betreut die Website der Akademie und verantwortet die Podcast-Formate.
– Charlotte Wegen leitet die Geschäftsstelle der Akademie und ist neben der Koordinierung für die Konzeption und Durchführung von Veranstaltungsformaten zuständig.
– Delia Olivi ist Sprecherzieherin und Projektleiterin der Weiterbildungsreihe „Schlüsselkompetenz Sprechen“, die die pädagogische Säule der Akademie weiter ausbaut.

 

Wieso widmen Sie sich in dieser Teamkonstellation Ihrem Vorhaben?

Das Team in dieser Konstellation bündelt ganz verschiedene Perspektiven und Blickwinkel, die sich gegenseitig gerade aufgrund ihrer Unterschiedlichkeit sowie Mehrstimmigkeit befruchten und bereichern. Dabei eint uns die Vorstellung von einer Sprache, die verbindet, Brücken baut und das Gegenüber als gleichwertigen Partner, als „Du“ auf der Suche nach einem „Wir“ begreift. Dabei sind sowohl die künstlerischen als auch die operativen Schichten und Ebenen mit dieser Team-Formation abgedeckt.

 

Akademie für Gesprochenes Wort , Stuttgart

JOiN / Staatsoper Stuttgart - Oper im Dialog (AT)

Was soll am Ende des Förderzeitraums idealerweise entstehen?

Erkenntnisse und Strategien für mehr kulturelle Teilhabe von Geflüchteten am JOiN und der Staatsoper Stuttgart durch Workshops für uns Mitarbeitende und einen strukturierten Dialogprozess mit Akteur*innen der Stadtgesellschaft. Entwicklung eines Dialogformats, das sich auch nach dem Förderzeitraum und in anderen Kontexten, in denen kulturelle Teilhabe intensiviert werden kann und soll, weiterführen lässt. Wissenschaftliche Begleitung und Reflektion von außen im Rahmen dieses Prozesses.

 

Bitte beschreiben Sie, aus welchen Einrichtungen und Kontexten die »Weiterkommen!«-Teammitglieder kommen.

Unser Team kommt aus unterschiedlichen Einrichtungen/Kontexten.

Zwei Musiktheatervermittler*innen des JOiN – Suse Pfister und Christoph Sökler – bilden gemeinsam mit PD Dr. Christiane Plank-Baldauf von der LMU München das Team, das für unser „Weiterkommen!“-Projekt verantwortlich ist. In den Prozess sollen weitere Mitarbeitende des JOiN und der Staatsoper (Dramaturgie, Öffentlichkeitsarbeit etc.) eingebunden werden.

 

Wieso widmen Sie sich in dieser Teamkonstellation Ihrem Vorhaben?

Wir glauben, dass die jeweiligen Vermittlungsabteilungen – wir! – ein wesentlicher Motor und ein Labor für Prozesse, die mehr kulturelle Teilhabe an Kulturinstitutionen ermöglichen, sein sollen und können. Gleichzeitig ist uns ein Blick von außen wichtig. Deshalb arbeiten wir im Rahmen von „Weiterkommen!“ mit PD Dr. Christiane Plank-Baldauf zusammen, die sich wissenschaftlich mit partizipativen Prozessen im Musiktheater für Kinder und Jugendliche auseinandersetzt.

 

JOiN (Staatsoper Stuttgart) , Stuttgart

Sammlung Prinzhorn am Universitätsklinikum Heidelberg - Vernetzung offener Ateliers in Baden-Württemberg

Was soll am Ende des Förderzeitraums idealerweise entstehen?

Die vollumfängliche Bandbreite (Entstehung und Verschiedenheit) offener Ateliers in BW ist ausfindig gemacht, ebenso die Expertisen und Bedarfe. Mithilfe einer neuen Webseite mit einer interaktiven Landkarte des Bundeslandes, auf der die offenen Ateliers mit relevanten Informationen verzeichnet sind, können die offenen Ateliers in Austausch miteinander treten und sich vernetzen. Außerdem können sie hier in das Blickfeld von Kurator*innen und anderen Expert*innen aus dem Kunstsektor gelangen. Öffnungsprozesse in der Kunstproduktion, der Förderung, der Sichtbarkeit und der Kunstrezeption sind angeregt. Aufgespürte Werke und ihre Künstler werden langfristig sichtbar.

Bitte beschreiben Sie, aus welchen Einrichtungen und Kontexten die »Weiterkommen!«-Teammitglieder kommen.

Unser Team kommt aus unterschiedlichen Einrichtungen/Kontexten.

PD Dr. Thomas Röske, Studium Kunstgeschichte, Musikwissenschaft, Psychologie. Seit 2002 Leiter des Museums Prinzhorn Sammlung, seit 2012 Präsident der European Outsider Art Association (EOA).
Ulrike Thomann, Studium Malerei, Sozialpsychologie in Florenz, freischaffende Künstlerin, Organisatorin/Kuratorin internationaler Outsider Art-Ausstellungen, Unterwegs – Kunstprojekt (Ausstellungs-Museumsbesuche mit Menschen mit besonderen Bedarfen).
Wolfgang Sautermeister, freischaffender Künstler, Organisator und Kurator von Ausstellungs- und Theater/Performance-Projekten, Gründer und künstlerischer Leiter eines Ateliers in Bad Dürkheim für Künstler*innen mit Psychiatrieerfahrung und/oder kognitiver Beeinträchtigung.

 

Wieso widmen Sie sich in dieser Teamkonstellation Ihrem Vorhaben?

Uns eint ein starkes Interesse an Outsider Art und wir denken, dass wir Bemerkenswertes entdecken werden.
Alle drei wissen wir aus unterschiedlichen Perspektiven um die schwierigen Verhältnisse künstlerischen Arbeitens im Besonderen für Menschen mit Psychiatrieerfahrung und /oder Behinderung. Vielen Kunstschaffenden mit gesundheitlichen, körperlichen oder kognitiven Beeinträchtigungen fehlen dafür die strukturellen Voraussetzungen. Wir möchten erkunden, wie und mit wem diese Lücke geschlossen werden kann.
In BW fehlt bisher eine Übersicht der aktiven offenen Ateliers. Aus eigener künstlerischer, kuratorischer und unterstützender Praxis sind uns die Erfordernisse zur Teilhabe am Kulturbetrieb bekannt. Eine lebendige Vernetzung und digitale Präsenz mit professioneller Präsentation der Ateliers sind notwendige Grundlage für einen Austausch über das Teilen von Ressourcen, über Kooperationen untereinander und mit Kunstinstitutionen oder einzelnen Fachleuten aus dem Kunstsektor.

 

Sammlung Prinzhorn , Heidelberg

Verein gegen Müdigkeit e.V. - 1+1=3 - Formel für kulturelle Teilhabe im öffentlichen Raum

Was soll am Ende des Förderzeitraums idealerweise entstehen?

Mit einer alters-, klassen- und identitätsübergreifenden Gruppe arbeiten wir zurzeit an einer Gestaltungsformel für öffentliche Räume, die Parks & Plätze in Wir-Räume verwandelt: Orte für kulturelle Teilhabe, Alltagskultur und Begegnung. Die Formel steht für den Abbau von Barrieren und Ausschlüssen im öffentlichen Raum und das Sichtbarmachen von kultureller Vielfalt.
Vor dem Hintergrund dieser Formel wollen wir eine urbane Brache als Wir-Raum und temporären Park gestalten. Dieser Ort soll gemeinsam mit ganz unterschiedlichen Menschen entstehen und dabei Strategien entwickeln, Unterschiedlichkeiten nicht im Konsens aufzulösen, sondern im gemeinschaftlichen Handeln auszuhalten. Zusammen wollen wir diesen öffentlichen Ort mit Kunst, Kultur und Alltagsleben bespielen.

 

Bitte beschreiben Sie, aus welchen Einrichtungen und Kontexten die »Weiterkommen!«-Teammitglieder kommen.

Unser Team kommt aus unterschiedlichen Einrichtungen/Kontexten.

Jasper Schmidt ist politischer Bildner bei Mosaik Deutschland e.V. mit dem Schwerpunkt demokratiefördernder und diversitätssensibler Jugendarbeit. Als Künstler und Stadtsoziologe beschäftigt er sich zudem mit künstlerischen Interventionen im öffentlichen Raum, sowie ernsthafter Beteiligung im Kontext Stadtentwicklung.

Zehra Tuzkaya studiert im Master Ethnologie und Bildungswissenschaften, ist zertifizierte Antibias & Antidiskriminierungsberaterin und Teil des Vorstands bei Migration Sphere Heidelberg e.V., einem Netzwerk, das auf allen Ebenen der Gesellschaft arbeitet, um Migration als gelebte Realität zu verstehen.

Shooresh Fezoni ist Medienkünstler und Dozent für Fotografie und Film. Er hat den Verein gegen Müdigkeit mitgegründet und ist überzeugt vom Potential der Kunst, Menschen in Resonanz bringen.

Ute Seitz ist Kulturanthropologin und Medienproduzentin, außerdem arbeitet sie in der Wissenschaftsvermittlung für die Hessische Stiftung Friedens- und Konfliktforschung. Als Mitgründerin des Vereins gegen Müdigkeit setzt sie sich dafür ein, dass mehr Raum für Austausch in der Stadt entsteht.

 

Wieso widmen Sie sich in dieser Teamkonstellation Ihrem Vorhaben?

Unser Verein ist eine Plattform an der Schnittstelle zwischen Kunst und Zivilgesellschaft. Ziel unserer Arbeit ist die Förderung von Mitgestaltung im öffentlichen Raum durch künstlerisches Handeln – vom Rand und unten.
Kulturelle Teilhabe entsteht für uns in kollektiven Prozessen, gegenseitigem Austausch und durch Respekt vor Individualität. Sie ist Grundlage für Emanzipation von fremden Erwartungen und biographischer Entfaltung.
Öffentliche Räume spielen hier eine zentrale Rolle: jede*r sollte sich dort zeigen, ausleben und ausprobieren können. Doch vielerorts reproduzieren sich gesellschaftliche Ausschlüsse und Diskriminierungen: Weicht ein Mensch ab von vermeintlichen Normen wird Entfaltung und Teilhabe durch Unsicherheit und Ausgrenzung verhindert.
Uns vereinen verschiedene Perspektiven auf diese Orte und dahinterliegende Dynamiken. Gemeinsam wollen wir Räume für die Vielen schaffen: kulturelle Möglichkeitsräume, die experimentell in der Form und partizipativ im Prozess sind.

 

Verein gegen Müdigkeit e.V. , Heidelberg

Staatliche Kunsthalle Karlsruhe - Nicht-Besucher*innenforschung digital –Kunsthalle divers

Was soll am Ende des Förderzeitraums idealerweise entstehen?

Ziel ist es, vor allem die digitalen Nicht-Besucher*innen kennen- und verstehen zu lernen, so dass maßgeschneiderte digitale Angebote entstehen, damit digital kulturelle Teilhabe und zielgruppenspezifische Kunstvermittlung stattfinden kann. Mit der sanierungsbedingten Schließung der Kunsthalle Karlsruhe bietet sich die Chance, im Digitalen noch mutiger zu experimentieren, um so neue digitale Angebote für eben jene Zielgruppen zu entwickeln, die bisher nicht erreicht werden konnten. Ziel ist es, mit einem diversen Museumspublikum die gesellschaftliche Realität abzubilden. Im Digitalen fallen viele Barrieren im Vergleich zu einem Museumsbesuch vor Ort weg – beispielhaft seien hier nur das Gefühl, nicht dazuzugehören, finanzielle Ressourcen und weite Entfernungen genannt. Umso mehr ist es unser Anliegen, digitale Angebote für Nicht-Besucher*innen zu entwickeln und so die Potenziale des Digitalen für die Erfüllung des Bildungsauftrags zu nutzen.

 

Bitte beschreiben Sie, aus welchen Einrichtungen und Kontexten die »Weiterkommen!«-Teammitglieder kommen.

Wir kommen aus derselben Einrichtung aber aus unterschiedlichen Abteilungen.

Daniela Sistermanns, Leiterin der Abteilung Kommunikation und Pressesprecherin der Staatlichen Kunsthalle Karlsruhe seit 2/2021.
Tabea Schwarze, Digital Managerin seit 10/2020, zuvor seit 1/2017 Digitale Kommunikation.
Florian Trott, Kaufmännischer Geschäftsführer seit 9/2020, in der Kunsthalle tätig seit 3/2017.

Phasenweise werden Kolleg*innen anderer Bereiche mit ihrer jeweiligen Expertise hinzugezogen.

 

Wieso widmen Sie sich in dieser Teamkonstellation Ihrem Vorhaben?

Die verschiedenen Teammitglieder bringen Erfahrungen vergangener digitaler Projekte sowie spezifische Expertisen mit, die phasenweise durch weitere Kolleg*innen ergänzt werden. Um die gewonnen Erfahrungen wie Erkenntnisse langfristig und nachhaltig im gesamten Haus zu verankern, ist eine aktive Beteiligung der Geschäftsführung essentiell.

 

Staatliche Kunsthalle Karlsruhe , Karlsruhe

Landratsamt Tuttlingen - CAMPFIRE 2023

Was soll am Ende des Förderzeitraums idealerweise entstehen?

Wir wünschen uns ein stabiles Netzwerk, mehr Präsenz in der Fläche und eine stärkere öffentliche Wahrnehmung durch unsere jüngere Bevölkerung. Als Forum der wertfreien, generationenübergreifenden, kulturellen und kreativen Auseinandersetzung, als Ort der Begegnung und des Dialogs, setzt das Freilichtmuseum im Rahmen von Bildung und Kreativwirtschaft wichtige Akzente und fördert wichtige gesellschaftspolitische Diskurse und somit auch Teilhabe. Neue Formate für Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene sollen dem Visitor-Lifecycle-Management folgend für eine stabile Auslastung sorgen und das Museum zukunftsfähig machen. Der Prozess soll außerdem wichtige Erkenntnisse darüber liefern, was Jugendliche und junge Erwachsene sich wirklich von uns wünschen. Denkbar wäre, dass am Ende zum Beispiel ein Jugendbeirat gegründet wird.

 

Bitte beschreiben Sie, aus welchen Einrichtungen und Kontexten die »Weiterkommen!«-Teammitglieder kommen.

Unser Team kommt aus unterschiedlichen Einrichtungen/Kontexten.

Das Team CAMPFIRE besteht aus vier Mitgliedern und arbeitet auch abseits des Projektes im täglichen Doing interdisziplinär zusammen. Zwei Mitarbeiter/Innen der Verwaltung und zwei Mitarbeiter/Innen des technisch-landwirtschaftlichen Betriebes arbeiten im Schulterschluss bei Campfire zusammen und bringen Komptenzen und Erfahrungen aus verschiedenen Bereichen ein. Museumsleiter Andreas Weiß ist zuständig für die strategische und konzeptionelle Ausrichtung des Freilichtmuseums und nimmt in seiner Funktion als Museumsleiter wichtige Weichenstellungen vor. Julia Hager ist als Stabsstelle Projekte das Bindeglied zur Verwaltung und sorgt für eine reibungslose Organisation und Kommunikation zwischen allen Projektbeteiligten. Ihre Erfahrungen aus Kunst und Kultur, Wirtschaft und Politik sowie eine verbindlich-strukturierte Arbeitsweise sichern die Verankerung des Projektes vor Ort. Michael Bohner, der als Zimmerermeister und Maurermeister für das Freilichtmuseum tätig ist, wird seine handwerklichen Fähig- und Fertigkeiten einbringen und direkt vor Ort, neben der Vermittlung von Wissen, für eine reibungslose Umsetzung sorgen. Außerdem hat er Themen wie Brandschutz und Arbeitssicherheit im Blick. Inga Ruess komplettiert das Team. Die Berufswinzerin ist heute für den landwirtschaftlichen Betrieb des Museums zuständig. Mit ihrem Sach- und Fachwissen wird sie die ProjektteilnehmerInen in die Arbeit mit den Tieren einbeziehen und den Bereich der Hauswirtschaft leiten. Sie ist zuständig für die Versorgung der TeilnehmerInnen, sie hat Gärten und Felder mit der jeweiligen Ernte im Blick. Außerdem hält sie Vorträge zu Ernährungsthemen, Tierwohl und Lieferketten. Als passionierte „Landwirtin und Handwerkerin“ zeigt sie den Teilnehmenden wie Zäune repariert und u. a. mit dem Traktor Felder bestellt werden. An der Sense ist sie ein absolutes Ass! Im Besonderen für junge Frauen, die sich für handwerkliche oder landwirtschaftliche Berufe interessieren, ist sie Vorbild und Wegbereiterin. Ein externes Team aus Künstlerinnen und Künstlern aus ganz Deutschland wird uns beim Weiterkommen unterstützen, indem sich künstlerische Disziplinen wie Performance, Schauspiel, Musik, Bildende Kunst, Tanz mit den Inhalten des Museums verbinden.

 

Wieso widmen Sie sich in dieser Teamkonstellation Ihrem Vorhaben?

Für uns ist wesentlich, dass wir der Vielfalt an Erfahrungen, Kompetenzen und Blickwinkeln Ausdruck verleihen. Im Zentrum des Erkenntnisinteresses stehen sich die vielfältigen Arbeitsbereiche der Kolleg/innen nicht diametral gegenüber. Uns verbindet die Überzeugung, dass nur dann optimale Ergebnisse erzielt werden können, wenn interdisziplinäre Zusammenarbeit möglich ist. Das Projekt profitiert, weil wir die vielfältigen Aufgabenbereiche eines Freilichtmuseums ganzheitlich denken wollen und in Zusammenarbeit mit Künstler/Innen alte Muster durchbrechen und neue Perspektiven gewinnen wollen. Gemeinsam mit Jugendlichen und jungen Erwachsenen möchten wir uns auf eine spannende Reise begeben und in Form eines „Try outs“ herausfinden, wie das Freilichtmuseum als Ort historischer Bildung und kultureller Vielfalt auch als Ort der sogenannten „Dritten Mission“ (s. Kontext Hochschulen) an regionaler Relevanz und Strahlkraft gewinnen kann.

 

Landratsamt Tuttlingen , Tuttlingen

Kulturkabinett e. V. - Bad Cannstatt erzählt.

Was soll am Ende des Förderzeitraums idealerweise entstehen?

Wir wollen praktisch erprobtes Wissen für den Aufbau eines öffentlichen Video-Archivs durch die Bürgerschaft nutzen, welches im Oral-History-Format Lebenserzählungen und Kurzinterviews aus der vielfältigen Bevölkerung dokumentiert, speichert und öffentlich wiedergibt.
In der Phase 1 wollen wir mit einem kleinen Team das grundsätzliche Vorgehen prototypenhaft erproben, und mit dem Ergebnis Bürger*innen, Nachbarschaften, Vereine, Schulen und Institutionen aus dem Stadtbezirk dafür gewinnen, in der Phase 2 mit mehreren diversen Teams aus der Bevölkerung dann eigene Videos zu produzieren.
Mit dem Ergebnis von Phase 2 sollen die Gremien der Stadt dafür gewonnen werden, eine barrierearme Präsentationsplattform und die Fortführung des Sammelns von Erzählungen als ständigen Prozess im Stadtbezirk zu fördern.

 

Bitte beschreiben Sie, aus welchen Einrichtungen und Kontexten die »Weiterkommen!«-Teammitglieder kommen.

Unser Team kommt aus unterschiedlichen Einrichtungen/Kontexten.

Pro Alt-Cannstatt e.V.
Zukunftswerkstatt „Zukunft Bad Cannstatt“
Deutsch-Afghanischer Flüchtlingshilfeverein e.V.
Kulturkabinett (KKt), ein soziokulturelles Zentrum in Bad Cannstatt
vhs in den Stadtbezirken (Bad Cannstatt)

 

Wieso widmen Sie sich in dieser Teamkonstellation Ihrem Vorhaben?

Das Team vereint vielfältige Expertisen und Netzwerke in Bezug auf Bad Cannstatt und seine Einwohner*innen.
Mit dem Kkt und der vhs verfügt das Projekt über zwei Partner, deren Zielgruppen und (Bildungs-)Aufträge sich gut ergänzen.
Die „Zukunftswerkstatt Bad Cannstatt“ hatte zum Ziel, die Attraktivität des Stadtbezirkes zu verbessern und beschäftigte sich u.a. mit den Handlungsfeldern Freizeit & Kultur sowie Bürgerschaft. Im Rahmen dieses Projekts wurde eine starke Segregation der sozialen und ethnischen Bevölkerung festgestellt.
Pro-Alt Cannstatt e.V. und der Flüchtlingshilfeverein e.V. sind bewährte Vermittler zu unterschiedlichen Bevölkerungsgruppen.

 

Kulturkabinett e.V. , Stuttgart

PACT e.V. - Toolkit für kreative Körperarbeit

Was soll am Ende des Förderzeitraums idealerweise entstehen?

Mit dem „Toolkit für kreative Körperarbeit“ wird die Entwicklung eines Konzepts für freie Körperarbeit angestrebt, das niedrigschwellig und in unterschiedlichsten Kontexten der kreativen Bewegungsvermittlung anwendbar ist.
Dabei soll am Ende des Förderzeitraums ein vielseitig anwendbarer und nach individuellen und kontextuell unterschiedlichen Bedarfen ausgerichteter Grundbaukasten zur kreativen Bewegungsvermittlung entstehen. Vermittler:innen im kreativen Bewegungs- und Sportbereich soll damit ein Toolkit zur Hand gegeben werden, um die Diversität und Komplexität der Körper und Individuen zu berücksichtigen.
Ziel ist es, positiv gedeutete und empowernde Bewegungserfahrungen zu ermöglichen und einen Zugang zum eigenen Körper und des eigenen Bewegt-seins zu gestalten, der gerade nicht von bereits vorhandenen Bewegungs- und Körpernormen gerahmt und anhand dieser bewertet wird. So kann eine Perspektive eröffnet werden, in der Bewegungslernende sich mit und durch ihren Körper über kreativen Ausdruck und freie Bewegung als handlungsmächtig erleben.

 

Bitte beschreiben Sie, aus welchen Einrichtungen und Kontexten die »Weiterkommen!«-Teammitglieder kommen.

Unser Team kommt aus unterschiedlichen Einrichtungen/Kontexten.

Katja Büchtemann, freie Choreografin. Dipl. Bühnentänzerin, Vorstand PACT. e.V. Performing Arts Collective Tübingen, Lehrauftrag PH Ludwigsburg, Körperarbeit in der Sonderpädagogik und mit Geflüchteten.
Sandra Dreher Mansur, Fachkoordinatorin Gymnastik & Tanz Universität Tübingen, Gleichstellungsbeauftragte Institut für Sportwissenschaft, Mitglied im GTF Tanzforschung, Referentin Landesinstitut für Schulsport Ludwigsburg
Anne-Kathrin Klatt, Figurenspielerin und Tanzpädagogin, als Dozentin an der HMDK Stuttgart für „Tanz im Figurentheater“ tätig. Sie inszeniert und spielt sowohl für Kinder als auch für Erwachsene. Internationale Gastspielreisen führten sie durch Europa, in den Nahen Osten, nach Asien, Angola, Sibirien, Japan und in die USA. Sie ist Mitbegründerin von PACT, dem Performing Arts Collective in Tübingen.

 

Wieso widmen Sie sich in dieser Teamkonstellation Ihrem Vorhaben?

Wir möchten Vermittlungstätigkeit an die Bedürfnisse erweiterter Zielgruppen anpassen und kritisch hinterfragen.
Katja und Sandra geben seit Jahren Workshops zu Tanz und freien Bewegungsabläufen. Besonders im Sportlehramtsbereich konnten sie den angehenden Lehrer:innen Selbstvertrauen und körperlich-expressive Bewegung vermitteln.
Anne hat schon eine Vielzahl von Theaterprojekten mit unterschiedlichen Zielgruppen durchgeführt.
Unsere Expertisen sollen so gebündelt, ausgetauscht und weitergetragen werden. Wir wollen neue Konzepte und Wege des Sich-Auseinandersetzens mit Bewegung erarbeiten. Die Auswirkung aktueller gesellschaftlicher Debatten (#metoo, Intersektionalität, Inklusion, etc.) auf die Vermittlung von Körperarbeit soll ebenfalls reflektiert werden.

 

PACT e.V. , Tübingen

Württembergische Philharmonie Reutlingen - WPR im Dialog

Was soll am Ende des Förderzeitraums idealerweise entstehen?

Wir wollen dialogische Formate schaffen und etablieren, die den kontinuierlichen Austausch zwischen uns und den Menschen in Reutlingen und der Region stärken. Wir wollen Menschen, die das Orchester bereits kennen und solche, die es erst neu kennenlernen, zusammenbringen und Brücken zu anderen gesellschaftlichen Gruppen bauen, deren eigene kulturelle oder gesellschaftliche Erfahrungen wiederum auch uns in unserer Orchesterarbeit bereichern können.

 

Bitte beschreiben Sie, aus welchen Einrichtungen und Kontexten die »Weiterkommen!«-Teammitglieder kommen.

Wir kommen aus derselben Einrichtung aber aus unterschiedlichen Abteilungen.

Das Team hinter „WPR im Dialog“ setzt sich zusammen aus Orchestermitgliedern, MusikvermittlerInnen und Intendant.

 

Wieso widmen Sie sich in dieser Teamkonstellation Ihrem Vorhaben?

… weil es wichtig ist, den gesamten Betrieb mitzunehmen und wir die Projekte als Verwaltung und Orchester gemeinsam entwickeln und umsetzen möchten.

 

Württembergische Philharmonie Reutlingen , Reutlingen

Literaturnetzwerk Oberschwaben (LiO) - "Ausdrucks-Weise" - LIteratur als Zugang für Kinder und Jugendliche im Schillers e.V., Bad Saulgau

Was soll am Ende des Förderzeitraums idealerweise entstehen?

Das Team will im Rahmen eines entsprechenden Konzepts und dessen Implementierung bei allen drei Einrichtungen sowie mittels deren Netzwerken, mit dem „Schillers – Café und Garten“ eine verlässliche und in Bad Saulgau einzigartige Anlaufstelle für alle Kinder und Jugendlichen schaffen. Hier sollen regelmäßig Schreibwerkstätten, Lesungen und Workshops stattfinden. Im Vordergrund steht dabei die selbstverständliche und regelmäßige Begegnung mit Literatur, auch im Verbund mit anderen Sparten, und die Entwicklung des eigenen künstlerischen Ausdrucks.

 

Bitte beschreiben Sie, aus welchen Einrichtungen und Kontexten die »Weiterkommen!«-Teammitglieder kommen.

Unser Team kommt aus unterschiedlichen Einrichtungen/Kontexten.

-Andrea Hehnle leitet das Caritaszentrum Bad Saulgau und verantwortet die Kontaktstelle „Kinderchancen“ in der Caritasregion Biberach-Saulgau
-Karin Hofstetter ist Vorsitzende des neu gegründeten Schillers e.V. und zuständig für die Leitbild-Umsetzung im Schillers
-Henrike Müller ist Projektleiterin des Literaturnetzwerk Oberschwaben seit der Gründung im Jahr 2017 als LEADER/TRAFO-Projekt. Mitglied im Netzwerk „Kinder und Kultur“ der Baden Württemberg-Stiftung

 

Wieso widmen Sie sich in dieser Teamkonstellation Ihrem Vorhaben?

Das Vorhaben „Ausdrucks-Weise“ ist die Schnittmenge von dem, was die Team-Mitglieder als wegweisend auch in ihrer Arbeit erachten: Kindern und Jugendlichen in Bad Saulgau und Umgebung, also im ländlichen Raum Oberschwabens, Angebote zur Begegnung untereinander und mit der Literatur zu machen; letzteres vor allem verkörpert durch junge Künstler*innen oder Schriftsteller*innen. Mit dem „Schillers – Café und Garten“ steht hier ein Freiraum zur Verfügung, der sich Kultur und Inklusion bereits bei der Gründung ins Leitbild geschrieben hat. Die Fokussierung auf eine konkrete Fragestellung, das passende Konzept und erste Erprobung soll durch das Vorhaben ermöglicht werden. Durch die Team-Mitglieder ist der professionelle Zugang zu Kindern und Jugendlichen in Bad Saulgau gegeben. Bei der Vermittlung von Literatur als künstlerische Ausdrucksweise soll deren Teilhabe von Beginn an konsequent mitgedacht und eingearbeitet werden.

 

Literaturnetzwerk Oberschwaben (LiO) , Bad Saulgau

Klangkunst e.V. - Feierabend International

Was soll am Ende des Förderzeitraums idealerweise entstehen?

Wir möchten eine Veranstaltungsreihe etablieren, die eine Anlaufstelle für (internationale) Fachkräfte der Region darstellt. Gemeinsam gehen wir in den Austausch und stärken die Vernetzung und Integration von Fachkräften, sodass sie nicht nur professionell in Karlsruhe Fuß fassen, denn: Gesellschaftliche und Kulturelle Teilhabe findet außerhalb der Arbeitszeit statt. Die Veranstaltungsreihe Feierabend International wird zwei Mal pro Monat stattfinden. Neben Literatur- und Musik- und anderen Kulturveranstaltungen sind Quiz-Abende geplant.
Das Projekt wird entwickelt durch professionelles Coaching unseres Teams und Einbeziehung weiterer gesellschaftlicher Organisationen.

 

Bitte beschreiben Sie, aus welchen Einrichtungen und Kontexten die »Weiterkommen!«-Teammitglieder kommen.

Unser Team kommt aus unterschiedlichen Einrichtungen/Kontexten.

Ullrich Eidenmüller, Vorsitzender des Vereins KlangKunst e.V. in der Hemingway Lounge Karlsruhe, Bürgermeister a.D.

Sophia Eidenmüller-Sordo, Sozialpädagogik (B.A.) an der SRH Hochschule Heidelberg, Sozialarbeiterin am Städtischen Klinikum Karlsruhe im Internationalen Department (Akquise internationaler Pflegefachkräfte).

Susanne Eggerder, Deutschlehrerin für Pflegefachkräfte am Städtischen Klinikum Karlsruhe im Internationalen Department, Studium der Sprachwissenschaften (M.A.)

Christian Dueñas, Geschäftsführer der „Tres Monos UG“, Gastwirt der Hemingway Lounge Karlsruhe, Studierender an der HS Karlsruhe im Fach Bauingenieurwesen

Angie Posso Saldarriaga, Pflegefachkraft am Städtischen Klinikum Karlsruhe, zugezogen im Januar 2021

 

Wieso widmen Sie sich in dieser Teamkonstellation Ihrem Vorhaben?

Der Kern unseres Teams ist beruflich rund um den Pflegebereich eines großen Krankenhauses tätig. Wie überall in Deutschland werden auch hier die Pflegeteams durch Anwerbung ausländischer Pflegefachkräfte ergänzt und verstärkt. Nicht nur Pflegekräfte, sondern auch Fachkräfte aus allen anderen Berufsfeldern, starten ihre Tätigkeit mit großem Engagement und großen Erwartungen, werden aber bald vom (fremden) Alltag eingeholt. Ungewohnte Arbeitsabläufe und Hierarchien sowie Verständigungsprobleme führen oft und schnell zu Überforderung und Enttäuschung. Ohne Einbindung in das für sie neue soziale und kulturelle Leben, vor allem außerhalb des Arbeitsplatzes, scheitert so mancher große Traum.
Durch Einbeziehung der Kulturgaststätte Hemingway Lounge, erweitern wir unser Angebot auf: Live Veranstaltungen und Freude bei gemeinsamem essen und trinken. Der Klangkunst e.V. ist als etablierter Kulturverein das Verbindungsglied zwischen fachlichem und kulturellem Austausch.

 

Klangkunst e.V. , Karlsruhe

LOKSTOFF! Theater im öffentlichen Raum e.V. - Wörter hören - Bilder sehen!

Was soll am Ende des Förderzeitraums idealerweise entstehen?

Ein praxisorientiertes Konzept zur direkten Umsetzung barrierefreier Vorstellungen bereits bestehender, sowie zukünftiger Theaterproduktionen, mittels Audiodeskription sowie Gebärdensprache. Dabei wollen wir unsere Theaterproduktionen für mehr Menschen zugänglich machen und somit für andere Theater eine leicht zu übernehmende Vorlage erarbeiten und unsere Erfahrungen und Expertise teilen.

 

Bitte beschreiben Sie, aus welchen Einrichtungen und Kontexten die »Weiterkommen!«-Teammitglieder kommen.

Wir kommen aus derselben Einrichtung aber aus unterschiedlichen Abteilungen.

Wilhelm Schneck: Regie/Schauspiel
Hanna Jasna Hess: Kulturelle Vermittlung/Schauspiel
Kathrin Hildebrand: Konzept/Schauspiel

 

Wieso widmen Sie sich in dieser Teamkonstellation Ihrem Vorhaben?

Wir glauben, dass wir aus der Mischung – Schauspiel, Regie, Kulturelle Vermittlung und Konzept – eine gute Kombination an Erfahrungen zusammenbringen, die sich sowohl bei der Konzeption, als auch bei der späteren Umsetzung als gewinnbringend erweisen wird.

 

LOKSTOFF! Theater im öffentlichen Raum e.V. , Stuttgart

Verein zum Goldenen Schmetterling e. V. - Neugründung Schmetterlingshaus Stuttgart

Was soll am Ende des Förderzeitraums idealerweise entstehen?

Die Entscheidung darüber, was Kunst und Kultur für eine Gesellschaft ist, soll raus aus den weißen Elfenbeintürmen des etablierten Kulturbetriebs und rein in die Hände und Herzen der Menschen. Das Schmetterlingshaus entsteht als ein zweites Wohnzimmer und als Kunstinkubator – eingerichtet nach den Bedürfnissen der Stuttgarter*innen. Es wir ein Non-Alman-Ort mit hoher Aufenthaltsqualität und für alle Lebenswirklichkeiten und Vor- sowie Hintergründe. Das spartenübergreifende Programm wird durch den Kunstgeschmack der Vielen kuratiert, damit schalten wir die Selektionsprozesse des einen „künstlerisches Genies“ aus. Das Schmetterlingshaus arbeitet von Anfang an soziokratisch und selbstorganisiert und bietet Gestaltungsmöglichkeiten für möglichst viele Menschen.

 

Bitte beschreiben Sie, aus welchen Einrichtungen und Kontexten die »Weiterkommen!«-Teammitglieder kommen.

Unser Team kommt aus unterschiedlichen Einrichtungen/Kontexten.

Die Mitglieder des Schmetterlingskollektivs arbeiten seit ca. 2 Dekaden in unterschiedlichen Anstellungsverhältnissen (freiberuflich und festangestellt), auf unterschiedlichen hierarchischen Ebenen (Mitarbeitende und Leitung) und mit verschiedenen Aufgaben (Poesie, Theater, Festival- und Eventmanagement, Museumpädagogik sowie Kunstvermittlung und Diversitymanagement und Organisationsentwicklung) im Kulturbetrieb Deutschlands, aber auch international.

 

Wieso widmen Sie sich in dieser Teamkonstellation Ihrem Vorhaben?

Die langjährige Arbeit in und mit Kulturinstitutionen hat uns letztlich zu einer Neugründung bewegt. Der Kulturbetrieb steckt in einer fundamentalen Krise: Altersschwäche und nun auch noch LongCovid. Es gibt kein neues Publikum, das alte bleibt weg. Eine analoge Alternative zu Netflix muss her – eine neue Form des Kulturbetriebs, der nicht nur die eigenen Milieus beschallt, sondern Menschen entscheiden lässt und Raum gibt selbst kulturproduktiv zu sein. Die selbstbezogene Vermittlung von Kunst wird damit für uns obsolet. Wir richten uns nicht nach „dem Diskurs“, sondern fragen, was ist für das Publikum interessant!

 

Verein zum Goldenen Schmetterling e.V. , Stuttgart

Architekturschaufenster e.V. - Ans Werk! Die Werkstatt für alles Mögliche: Ein aktives Bildungsmodell für die Essbare Stadt.

Was soll am Ende des Förderzeitraums idealerweise entstehen?

Die Werkstatt für alles Mögliche (WAM) lädt Bürger*innen ein, in Austausch zu kommen und eine nachhaltige und gemeinsame Stadtgestaltung zu erproben. Dabei ist die WAM mit ihrer prototypischen Grundausstattung zum Test an verschiedensten Orten bereit, unterstützt von Gestalter*innen mit ihren Werkzeugen zum Beobachten, Kommunizieren, Ideen entwickeln, Entwerfen und Bauen.
Die konkreten Prozesse und Produkte, die in der WAM entstehen, werden gesammelt und Bürger*innen nutzbar gemacht. Sie werden über leicht nachzuahmende Creative Commons Anleitungen zur Weiterentwicklung verbreitet.

 

Bitte beschreiben Sie, aus welchen Einrichtungen und Kontexten die »Weiterkommen!«-Teammitglieder kommen.

Unser Team kommt aus unterschiedlichen Einrichtungen/Kontexten.

Jonas Malzahn, Architekt, Dozent und Geschäftsführer des Architekturschaufenster e.V.
Jörg Stegmann, Medienkünstler, Maker und Vorstandsmitglied im bunch e.V.
Carmen Donet García, Medienkünstlerin, Medienpädagogin, Vorstandsmitglied im bunch e.V. und Co-Geschäftsführerin von Urbane Gärten Karlsruhe gGmbH
Lena Widmann, Designerin und Kulturagentin, Co-Geschäftsführerin von Urbane Gärten Karlsruhe gGmbH und Mitglied im bunch e.V.

 

Wieso widmen Sie sich in dieser Teamkonstellation Ihrem Vorhaben?

Wir sind überzeugt, dass wir ausgehend von unserem Team Räume und Werkzeuge herstellen können, die Bürger*innen die aktive Teilhabe an der nachhaltigen Gestaltung unseres Lebens in der Stadt ermöglichen.
Mit dieser Team-Konstellation ist unser Akteursnetzwerk enorm erweitert. Konzeptarbeit und Prototypen, die früher keinen physischen Raum hatten, können jetzt im Architekturschaufenster konkretisiert werden. Dort wird hingegen der Blick nach draußen geschärft. Die Untersuchung akuter Herausforderungen findet auf der Straße statt. Lösungen entstehen, indem konkret mit den Menschen daran gearbeitet wird. Mit unseren kombinierten Werkzeugen aus Architektur, Kunst, Design und Kultureller Bildung können wir Bürger*innen im Stadtraum mit ihren Expertisen, ihrer Perspektivenvielfalt und ihren Wünschen ins Tun bringen. Das schafft Bewusstsein, eröffnet Handlungsoptionen und bringt konkrete Veränderung.
Die Werkstatt für alles Mögliche kann so ein wirksames Bildungs- und Teilhabemodell werden.

 

Architekturschaufenster e.V.  , Karlsruhe

AHOI studios e.V. - Kulturelle Teilhabe im Kunstbetrieb // Aufbau AHOI Agentur

Was soll am Ende des Förderzeitraums idealerweise entstehen?

Wir wollen Ende 2023 bereit sein, einen Agenturbetrieb aufzubauen, der die Künstler*innen mit Beeinträchtigung und ihre Arbeiten auf dem Kunstmarkt vertritt. Damit soll ihnen der Zugang zum Berufsbild des Künstlers ermöglicht werden. Durch die Verkäufe sollen die Kunstwerke das Atelier verlassen und ihren sichtbaren Platz in der Welt finden, von wo aus sie wirken und weiteren Austausch stiften können. Mittels Gesprächen während der Besuche in bereits auf dem Gebiet erfahrenen Ateliers, durch Rechtsberatung zur Vertragserstellung und Workshops zur Präsentation in der Öffentlichkeit wollen wir uns diesen Weg erschließen.

 

Bitte beschreiben Sie, aus welchen Einrichtungen und Kontexten die »Weiterkommen!«-Teammitglieder kommen.

Wir kommen aus derselben Einrichtung aber aus unterschiedlichen Abteilungen.

Unser Team setzt sich aus drei Vereinsmitgliedern aus unterschiedlichen Kontexten zusammen. Zum einem aus der künstlerischen Leitung des Ateliers, Brigitte Reisz. Sie initiierte 2020 die AHOI studios als freischaffende Künstlerin (Kunstakademie Düsseldorf), basierend auf ihren langjährigen Erfahrungen in der inklusiven Atelierarbeit (creative growth‘, Oakland, Kunsthaus KAT 18, Köln). An ihrer Seite arbeitet Laura Richter als Projektassistenz. Mit ihrem Master in Kulturvermittlung widmet sie sich der Öffentlichkeitsarbeit und der Mittelakquise. Unser drittes Teammitglied, Charaf Abdedaim, ist Ingenieur im Bereich Optik und Elektrotechnik, und als Consultant tätig. Sein Interesse und Engagement für Kunst und Kultur hat ihn zum Ehrenamt als Schatzmeister des Vereins und zu einem Stipendium der Bronnbacher Stiftung geführt.

 

Wieso widmen Sie sich in dieser Teamkonstellation Ihrem Vorhaben?

Aufgrund unserer unterschiedlichen Hintergründe bilden wir eine ideale und sich ergänzende Kombination aus Knowhow im Bereich künstlerische Leitung, Kulturvermittlung und Kassenführung. Diese Komponenten sind für unser Ziel, den Aufbau einer Agentur, grundlegend.
Die gemeinsame Konzeptionsphase mit Recherchetätigkeit und der dialogischen Vertragserarbeitung für den Agenturbetrieb wird unsere Kompetenzen stärken und uns jeweils mit Fachwissen ausstatten, das uns befähigen kann, in gemeinsamen Beratungen Lösungen zu finden und unser Wissen auch andern zur Verfügung zu stellen.

 

AHOI studios e.V. , Karlsruhe

Schillers e.V. Bad Saulgau - Benachteiligten Kindern Literatur näher bringen

Was soll am Ende des Förderzeitraums idealerweise entstehen?

Kindern aus benachteiligten Familien soll Freude und Interesse an Literatur vermittelt werden. Neue Begegnungsformen sollen entstehen.

 

Bitte beschreiben Sie, aus welchen Einrichtungen und Kontexten die »Weiterkommen!«-Teammitglieder kommen.

Unser Team kommt aus unterschiedlichen Einrichtungen/Kontexten.

Caritas Bad Saulgau
Literaturnetzwerk Oberschwaben

 

Wieso widmen Sie sich in dieser Teamkonstellation Ihrem Vorhaben?

Weil unser Verein den Schwerpunkt `Inklusion` in der Satzung stehen hat und sich mit anderen Institutionen vor Ort vernetzen möchte.
Auch finanziell und sozial benachteiligte Menschen/Familien möchten wir Kultur möglich machen. So bieten wir Veranstaltungen an, bei denen nur Hutsammlung gemacht wird – jedem Menschen soll ein kulturelles Angebot zur Verfügung stehen.
Begegnung , kulturelle Vielfalt, ein buntes lebendiges Miteinander für alle Menschen ist unser Ziel.

 

Schillers e.V. Bad Saulgau

, Bad Saulgau

Stuttgarter Philharmoniker - Umsetzung von internen und externen Teilhabe- und Inklusionsmaßnahmen bei den Stuttgarter Philharmonikern

Was soll am Ende des Förderzeitraums idealerweise entstehen?

Auf die Frage, wie der Spielbetrieb unseres Orchesters auf demographische Prozesse jeglicher Art und eine zunehmend diverse Bevölkerung besser reagieren kann, möchten wir gerne neue Antworten finden.
Besonders möchten wir den Aspekt der Inklusion vertiefen. Wir erhoffen uns von einem Team professioneller Wegbegleiter, unsere Formate und Aktivitäten weiter auszubauen und Veränderungsprozesse in das Orchester zu tragen.

 

Bitte beschreiben Sie, aus welchen Einrichtungen und Kontexten die »Weiterkommen!«-Teammitglieder kommen.

Wir kommen aus derselben Einrichtung aber aus unterschiedlichen Abteilungen.

Unser Team setzt sich zusammen aus Intendantin, Dramaturg und Musikvermittlung.

 

Wieso widmen Sie sich in dieser Teamkonstellation Ihrem Vorhaben?

Das Weiterkommen-Projekt ist eine Leitungsaufgabe. Dazu ist es wichtig, die Personen zu involvieren, die an den Schnittstellen zwischen künstlerischer Planung, Produktion und Rezeption arbeiten.

 

Stuttgarter Philharmoniker , Stuttgart

Theater Rampe - Rampe23ff

Was soll am Ende des Förderzeitraums idealerweise entstehen?

Wir möchten gemeinsam eine Zielvereinbarung erarbeiten und formulieren, die die Aspekte Diversität, Inklusion und Zugänglichkeit umfasst und uns zukünftig als Instrument zur Entwicklung von konkreten Handlungsfeldern dienen soll. Bspw. möchten wir ein Qualitätshandbuch erarbeiten, unser Organigramm und die Teamstruktur überprüfen, ein Leitbild erstellen, u.ä.
Teil des Prozesses wird die Suche nach einer dritten Person in der Leitung sein, die sich dem Thema „Stadtarbeit“ (Netzwerke, Teilhabe, Inklusion, Barriereabbau, Partizipationsmöglichkeiten, Vermittlung u.ä.) widmet.
Als nächsten Schritt möchten wir einen offen zugänglichen Raum konzipieren und eröffnen, ein „open office“, in dem die Mitarbeiter*innen der Rampe anzutreffen und erreichbar sind und unsere Arbeit nach draußen transparent wird.

 

Bitte beschreiben Sie, aus welchen Einrichtungen und Kontexten die »Weiterkommen!«-Teammitglieder kommen.

Wir kommen aus derselben Einrichtung aber aus unterschiedlichen Abteilungen.

Anna Bakinovskaia ist Mitarbeiterin im KBB Theater Rampe und Teil der Arbeitsgruppe „Rampe23“, die sich bereits seit 2022 mit den Themen Machtstrukturen, Rassismus, Klassismus und generellen Öffnungsprozessen beschäftigt. Paula Kohlmann ist Dramaturgin am Theater Rampe und ebenfalls Teil der Arbeitsgruppe „Rampe23“. Ilona Schaal, Theaterproduzentin und Kuratorin, und Bastian Sistig, Regisseur, Autor und Performer, werden ab Herbst 2023 die Theaterleitung des Theater Rampe übernehmen. Ihre Besetzung und Wahl war ebenfalls Teil des Öffnungs- und Qualifizierungsprozesses.

 

Wieso widmen Sie sich in dieser Teamkonstellation Ihrem Vorhaben?

Das Team besteht aus der neuen Leitung und aus zwei der drei bisherigen Verantwortlichen des Qualifizierungsprozesses, um die bisher gewonnenen Erkenntnisse und gemeinsamen (Team)-Erfahrungen nachhaltig in die Neuaufstellung des Theaterbetriebs unter der neuen Leitung einfließen zu lassen. Es ist allen Beteiligten ein großes Anliegen, den begonnenen Prozess zu diskriminierungssensiblem Arbeiten und dem Abbau von Barrieren fortzuführen und strukturell auf unterschiedlichen Ebenen zu verankern. Dazu gehört u.a. ein Coaching zu diversitätssensibler Leitung, das Einbeziehen externer Expert*innen und die gemeinsame Erarbeitung konkreter Maßnahmen.

 

Theater Rampe , Stuttgart

backsteinhaus produktion - Commoning

Was soll am Ende des Förderzeitraums idealerweise entstehen?

backsteinhaus produktion ist weitergekommen, wenn wir die Expertisen der Stadtgesellschaft wahrnehmen können, es schaffen Räume dafür zu öffnen und einen Ort bieten, der kulturelle Teilhabe nicht nur ermöglicht, sondern in einem ernsthaften Austausch mit Expert*innen des Alltags weiterdenkt. Diese Prozesse sollen nicht nur in unseren künstlerischen, sondern auch organisatorischen Strukturen sichtbar, begleitet und voran gebracht werden.
Ziel ist es, dass backsteinhaus produktion in Zukunft begleitet wird von einem Expert*innenrat, welcher als Beteiligungsprogramm funktioniert und diverse Zugänge schafft. Gemeinsam werden Methoden entwickelt, damit backsteinhaus produktion kontinuierlich zugänglicher wird – von regelmäßigen Probenbesuchen über produktionsbegleitende Workshops bis hin zu interaktiver Nachbereitung kann alles dabei sein.

 

Bitte beschreiben Sie, aus welchen Einrichtungen und Kontexten die »Weiterkommen!«-Teammitglieder kommen.

Wir kommen aus derselben Einrichtung aber aus unterschiedlichen Abteilungen.

Das Team setzt sich zusammen aus Paulina Mandl, Kulturvermittlerin und Dramaturgin, Nicki Liszta, Choreografin und Isabelle von Gatterburg, Tanzvermittlerin und Performerin. Die Kompetenzen und Perspektiven der Mitwirkenden unterscheiden bzw. ergänzen sich. Das Team eint aber der Wunsch, mit ganz unterschiedlichen Menschen in Austausch zu treten und dadurch in Bewegung zu kommen – nicht nur körperlich, sondern auch gedanklich. Das ist auch der Grund, warum möglichst das gesamte Team von backsteinhaus Produktion auf die eine oder andere Art beim Weiterkommen beteiligt ist.

 

Wieso widmen Sie sich in dieser Teamkonstellation Ihrem Vorhaben?

Da dieses Team mit seinen unterschiedlichen Kompetenzen einen großen Entwicklungsspielraum bietet. Und Bewegung ganz prinzipiell ein gutes Momentum für gemeinsame Kommunikation bietet. Bewegung im öffentlichen Raum, Bewegung in einer Gemeinschaft. Die transformative Kraft, die einer gemeinsamen solidarischen Aktion entspringt kann weiterentwickelt werden und für andere erfahrbar gemacht werden, dadurch dass aus diesen Erkenntnissen heraus neue Formate und Konzepte zur Teilhabe entwickelt werden.

 

backsteinhaus produktion , Stuttgart

StadtPalais - Museum für Stuttgart - Diversitätsorientierte und rassismuskritische Organisationsentwicklung

Was soll am Ende des Förderzeitraums idealerweise entstehen?

Unser Vorhaben ist es unser Haus bezüglich Diversität und rassismussensiblen Strukturen zu beleuchten. Das Ziel ist es mit externer Unterstützung – durch Workshops und Seminare – Inhalte, Abläufe, Routinen und Strukturen in unserer Einrichtung rassismuskritisch und diversitätsorientiert zu analysieren, um diese einer Veränderung zugänglich zu machen. So soll kulturelle Teilhabe in allen Bereichen des Museums ermöglicht werden.

 

Bitte beschreiben Sie, aus welchen Einrichtungen und Kontexten die »Weiterkommen!«-Teammitglieder kommen.

Wir kommen alle aus derselben Einrichtung und Abteilung.

Die Teammitglieder kommen alle vom StadtPalais – Museum für Stuttgart. Das StadtPalais ist mehr als ein Museum für Stadtgeschichte. Es ist ein offenes, lebendiges Haus in dem Geschichte(n) analog und digital erzählt und gelebt werden. Das Team setzt sich zusammen aus Dr. Torben Giese, Direktor des StadtPalais, Elena Kaifel, Leitung Marketing & Kommunikation des StadtPalais und Dr. Yannick Nordwald, Leitung Ausstellungen des StadtPalais.

 

Wieso widmen Sie sich in dieser Teamkonstellation Ihrem Vorhaben?

Wir möchten uns in dieser Teamkonstellation gemeinsam diesem Vorhaben widmen, da es sich um einen gesamtorganisatorischen Prozess handelt. Dieser Prozess wird sowohl von der Direktion unterstützt, als auch von den Team-Leitungen umgesetzt.

 

StadtPalais – Museum für Stuttgart , Stuttgart

INTER-ACTIONS - Humane Potentials at Work – how sensitive communication designs open working structures for communities

Was soll am Ende des Förderzeitraums idealerweise entstehen?

Kommunikation ist mit die größte Herausforderung im kulturellen Arbeitsumfeld, in dem ganz unterschiedliche Menschen mit vielfältigen Bedürfnissen aufeinandertreffen.
Wir möchten uns diesem Thema als Team intensiv widmen und dieses weiterentwickeln.
Wir möchten eine Institution werden, die menschlich und erreichbar ist, ein Umfeld schaffen, in dem sich alle Beteiligten trauen, offen anzusprechen, was sie beschäftigt.
Wir wollen Empathiefähigkeit fördern und Strategien finden, die uns unterstützen, das Gleichgewicht zwischen individuellen Bedürfnissen und denen der Gruppe zu finden.
Vor allem wollen wir neue Wege gehen, da wir überzeugt sind als kulturelle Akteur*innen auch für ein Weiterkommen der Gesellschaft mitverantwortlich zu sein.

 

Bitte beschreiben Sie, aus welchen Einrichtungen und Kontexten die »Weiterkommen!«-Teammitglieder kommen.

Unser Team kommt aus unterschiedlichen Einrichtungen/Kontexten.

Unsere Gruppe besteht aus dem Kernteam (Festangestellten und Freiberuflichen), verantwortlich für die strukturelle Arbeit von INTER-ACTIONS – mehr als eine Tanzkompanie und freischaffenden Bewegungskünstler*innen der Rhein-Neckar-Region.

 

Wieso widmen Sie sich in dieser Teamkonstellation Ihrem Vorhaben?

Für die Arbeit von INTER-ACTIONS – mehr als eine Tanzkompanie ist es ein wichtiges Ziel, eine nachhaltige Struktur für die freischaffenden Bewegungskünstler*innen der Region zu erschaffen. Hiesige Bewegungskünstler*innen sollen die Möglichkeit erhalten sich stärker mit unterschiedlichen Akteur*innen aus der Stadtgesellschaft zu vernetzen.
Hierbei legt das Team großen Wert auf freien Zugang zu Ressourcen, künstlerisches Arbeiten mit offener Kuration und vorurteilsfreie Begegnung. Die Arbeit ist bedürfnisorientiert, Prozessorientiert und möchte zwischenmenschliche Begegnung und Kommunikation fördern. Unterschiedliche Akteur*innen werden miteinander vernetzt, um auf diesem Weg die Stadtgesellschaft aktiv mitzugestalten.
Daher wollen wir auch im Rahmen von Weiterkommen! Allen die Möglichkeit geben sich zu beteiligen, Verantwortlichkeiten klären und übernehmen sowie gemeinsam Strategien entwickeln, um diese immer wieder überprüfen zu können.

 

INTER-ACTIONS , Heidelberg

Zeppelin Museum Friedrichshafen - Zeppelingeschichte - Under Construction!

Was soll am Ende des Förderzeitraums idealerweise entstehen?

Wir möchten die politischen Dimensionen unserer Techniksammlung kritisch reflektieren: Zeppeline waren nicht nur Reise- und Verkehrsmittel, sondern auch politische Instrumente. Im Ersten Weltkrieg wurden sie zu Kriegszwecken und im Nationalsozialismus als Propagandamittel eingesetzt. Es sollen Strategien für einen kritischen Umgang mit der Sammlung entwickelt werden, wobei Bürger*innen und Expert*innen gleichermaßen einbezogen werden sollen. Zugleich gilt es neue Perspektiven auf die Stadtgeschichte Friedrichshafens herauszuarbeiten, die eng mit der Zeppelin-Luftschifffahrt verbunden ist: Friedrichshafen war Standort von Rüstungsindustrie und Zwangsarbeiter*innenlagern und zugleich ein Ort technischer Pionierleistungen, die global agierende Nachfolgekonzerne bis heute prägen.

 

Bitte beschreiben Sie, aus welchen Einrichtungen und Kontexten die »Weiterkommen!«-Teammitglieder kommen.

Wir kommen aus derselben Einrichtung aber aus unterschiedlichen Abteilungen.

Unser interdisziplinäres Team arbeitet abteilungsübergreifend und setzt sich aus zwei Mitarbeiterinnen der Abteilung Diskurs & Öffentlichkeit und einem Mitarbeiter der Abteilung Zeppelin zusammen. Charlotte Ickler ist unter anderem verantwortlich für die Entwicklung von Vermittlungsprogrammen zu Wechselausstellungen, Susanne Nikeleit für die Digitale Vermittlung. Sie ist zudem die Initiatorin der museumseigenen Diversity-AG „Change is‘ immer“. Jürgen Bleibler ist Kurator, Leiter der Abteilung Zeppelin und der Techniksammlung und hat die Dauerausstellung des Museums gemeinsam mit seinem Team konzipiert und realisiert.

 

Wieso widmen Sie sich in dieser Teamkonstellation Ihrem Vorhaben?

Mit einer Teamkonstellation, deren Schwerpunkt auf einer multiperspektivischen Zugangsweise liegt, sollen sowohl Inhalte als auch analoge und digitale Vermittlungsangebote sowie mögliche partizipative Formate in der Auseinandersetzung mit der Techniksammlung von Anfang an zusammen gedacht und verzahnt werden.

 

Zeppelin Museum , Friedrichshafen

Weitere Portraits folgen.

Das Zentrum für Kulturelle Teilhabe Baden-Württemberg (ZfKT) wird vom Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg finanziert und vom Landesmuseum Württemberg organisatorisch unterstützt.

Zu sehen ist das Logo des Ministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kunst (kurz MWK).
Zu sehen ist das Logo des Landesmuseum Württemberg (kurz LMW).