Jahrestagung des Fachverbands Kulturmanagement: "Kulturelle Teilhabe – Status quo und Zukunftsperspektiven"

Die Jahrestagung des Fachverbands Kulturmanagement 2023 findet vom 20. bis 22. September an wechselnden Orten in Berlin statt.
Titelbild der Jahrestagung des Fachverband Kulturmanagement "Kulturelle Teilhabe – Status quo und Zukunftsperspektiven". Das Titelbild zeigt schwarze Kreise, Dreiecke und Vierecke auf einem pinken Untergrund.
Bild: Fachverband Kulturmanagement

Über die Veranstaltung

Veranstaltung, Tagung
Anmeldung bis 15.09.2023
11:00 - 17:15
Berlin

Die Jahrestagung des Fachverbands Kulturmanagement 2023 findet vom 20. bis 22. September an wechselnden Orten in Berlin statt. Ausgerichtet wird sie vom Institut für Kulturelle Teilhabeforschung (IKTf) in Kooperation mit der Hochschule Macromedia und der Hochschule für Technik und Wirtschaft (HTW).

Alle Informationen zur Jahrestagung finden Sie hier auf der Webseite des IKTf.

Kulturelle Teilhabe ist seit inzwischen über 50 Jahren zentrales Thema in kulturpolitischen Diskursen wie auch in Theorie und Praxis des Kulturmanagements. Es zeigt sich ein weit ausdifferenziertes Bild bezüglich der Fragen: Was verstehen wir unter Kultureller Teilhabe? Wer kann diese durch welches Zutun bewirken? Wie kann gemessen werden, ob das Ziel Kulturelle Teilhabe erreicht wurde? Der in den 1970er-Jahren noch unter dem Claim “Kultur für alle” geführte Diskurs gewann in den letzten Jahren (erneut) Vehemenz in Bezug auf Machtverteilung, strukturelle Ausschlüsse und das Schaffen von neuen beziehungsweise anderen Zugängen. Stichwörter hierbei sind beispielsweise Diversität, Barrierefreiheit, Inklusion und Partizipation.

Konstatieren lässt sich sicherlich: Der Kulturbereich hat verstanden, dass Bemühungen um mehr beziehungsweise eine breitere Kulturelle Teilhabe zu seinen zentralen Aufgaben gehört. Zumindest von außen betrachtet wirken konkrete Maßnahmen aber oft wenig konzeptbasiert oder auf Basis von Forschungserkenntnissen. Selten entsteht der Eindruck, hier geht es um Bemühungen, die ein wirkliches Umdenken oder Umbauen hinsichtlich der Dimensionen Personal, Programm und Publikum beinhalten. Gleichzeitig scheint die Realität den Kulturbereich und damit auch die Kulturmanagementforschung längst überholt zu haben. Im Angesicht der aktuellen internationalen Krisen müssten inzwischen deutlich radikalere strategische wie operative Entscheidungen zur Neugestaltung des Kulturbereichs getroffen werden. Selbst eine Zwangspause der Aktivitäten in Zeiten von COVID-19 hat nur selten zu einer wirklichen Neuausrichtung geführt. Kulturelle Teilhabe hat je nach Definition der Begriffe „Kultur“ und „Teilhabe“ schon immer sehr stark (auch) außerhalb von Kultureinrichtungen stattgefunden. Nun steht letzteren bei künftig sicherlich knapper werdenden Kulturhaushalten womöglich parallel eine Legitimationskrise bevor, denn an vielen Orten bleibt das Publikum den Kulturangeboten auch nach der Pandemie fern.

Es ist dringend an der Zeit, sich folgende Fragen zu stellen: Was ist der Status quo Kultureller Teilhabe? Welche alten und vor allem neuen Lösungsansätze gibt es, diesen zu verändern? Wo zeigen sich erfolgreiche Wege gelebter Teilhabe im Kulturbetrieb? Die Tagung möchte den aktuellen Kenntnisstand zur Kulturellen Teilhabe bündeln und die Folgen und Perspektiven für das Kulturmanagement wie auch die Praxis des Kulturbereichs diskutieren.

Als Beitragende wie Gäste eingeladen sind Praktiker*innen und Theoretiker*innen, Studierende und Forscher*innen aus der Kulturmanagementforschung und aus Nachbardisziplinen.

Tagungsorte:

Hochschule für Wirtschaft und Technik Berlin (HTW)
Hochschule Macromedia Berlin

Programm

Kooperation

Organisation

Logo des Instituts für Kulturelle Teilhabeforschung

In Kooperation mit

Logo der Hochschule für Technik und Wirtschaft Berlin
Logo der Hochschule Macromedia